02.02.2010

Stadtwerke Mitarbeiter Christian Ladermann (rot/weißes Hemd) und Thorsten Miaskowski (rotes T-Shirt) lassen sich die Wasserversorgung mittels Brunnen in Yikpa erklären.
Stadtwerke Mitarbeiter Christian Ladermann (rot/weißes Hemd) und Thorsten Miaskowski (rotes T-Shirt) lassen sich die Wasserversorgung mittels Brunnen in Yikpa erklären.

Pressemeldung

Stadtwerke-Erkundungsteam berichtet aus Togo

Sechs Tage sind die Stadtwerker Thorsten Miaskowski und Christian Ladermann zusammen mit Reinhard Micheel von der Aktion Canchanabury e. V. bereits vor Ort in Togo. Gestern erreichte die Kollegen im Stadtwerke-Verwaltungsgebäude der erste Anruf aus Afrika.

Spannung macht sich im Büro am Ostring breit. Das Telefon auf Lautsprecher gestellt, lauschen die Kollegen im verschneiten Bochum dem Erfahrungsbericht der Kollegen in rund 4.800 Kilometer Entfernung: „Uns geht es gut! Es ist heiß und schwül – mittags bis zu 37 Grad – aber wir haben unsere Mission gut begonnen und konnten auch schon einige kleine Erfolge erzielen“, berichtet Thorsten Miaskowski. „Wir haben bereits zwei Lepra-Centren in Akata und Nyuiamabu und weitere kleinere Dörfer besucht. Die Probleme scheinen vielerorts ähnlich. Die kaum vorhandene oder nur verunreinigte Versorgung mit Wasser stellt ein großes Problem in der Region dar“, berichtet Reinhard Micheel.

Gestern machten die Reisenden Station im Norden Togos, in Yikpa. In dem kleinen Ort wurden die Bochumer herzlich vom „Chief“ des Dorfes in Empfang genommen. Anschließend bereiteten die Frauen eine Begrüßungszeremonie vor. Tücher wurden auf dem Boden ausgebreitet über die die Gäste laufen sollten. „Es ist natürlich ungewöhnlich, auf diese Art begrüßt zu werden, aber die Herzlichkeit der Menschen hier ist jederzeit spürbar“, erzählt Christian Ladermann.

Die Stadtwerker haben in Yikpa und den vorherigen Stationen bereits viele Informationen gesammelt, die im Nachgang helfen können, die Energie- und Wasserversorgung in den Dörfern zu verbessern. Was davon umgesetzt werden kann, hängt von vielen offenen Faktoren ab, die im Anschluss der Reise in Bochum ausgewertet werden.

Erste kleinere Erfolge konnten Thorsten Miaskowski und Christian Ladermann schon erzielen. „Die Bereitschaft der Menschen auch selbst etwas zu tun ist enorm hoch. In der örtlichen Gesundheitsstation wurden die Wassertanks, in denen das Regenwasser aufgefangen wird, von den Einheimischen gereinigt, Regenrinnen geflickt und weitere Tipps mit einfachen Mitteln umgesetzt“, schildert Thorsten Miaskowski. „Unsere Arbeit besteht in erster Linie darin, die Gegebenheiten vor Ort zu dokumentieren. In der Gesundheitsstation könnte beispielsweise eine Solaranlage Strom liefern, das Wasser eines nahegelegenen Flusses aufbereitet und ins Dorf geleitet werden“, so Christian Ladermanns erste Einschätzungen.

Morgen geht die Reise weiter nach Koka zum sogenannten „Millenium-Dorf“. Die Bochumer besichtigen dort ein Muster-Dorf, das als Vorbild in Sachen Energieeffizienz dienen soll.

Daheim in Bochum freut man sich über die Berichte der Kollegen: „Bleibt gesund und munter! Glück auf!“, rufen die Kollegen und wünschen viel Erfolg für die weitere Reise. Dann wurde die Verbindung unterbrochen und die Kollegen hoffen beim nächsten Anruf noch mehr Details aus Afrika zu erfahren. Die Stadtwerker nehmen die Arbeit wieder auf. Hier in Bochum und auch im fernen Afrika.

Weitere Infos erhalten Sie utner der Rufnummer 0234 / 960 - 1300.



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