10.02.2010

- Ausgetrockneter Brunnen in Koka, Nord-Togo
Pressemeldung
"Nachts kühle 20 Grad" - Erkundungsteam der Stadtwerke unterwegs in Ghana
Trockenzeit – diesen Begriff lernen Reinhard Micheel von der Aktion Canchanabury und die Stadtwerker Christian Ladermann und Thorsten Miaskowski in diesen Tag hautnah kennen. „In der Mittagssonne herrschen hier Temperaturen bis zu 40 Grad. Die Luft ist trocken und staubig. Aber wir können nachts gut schlafen, da zeigt das Thermometer kühle 20 Grad“, berichtet Reinhard Micheel, Geschäftsführer der Aktion Canchanabury, am Telefon.
Reinhard Micheel und die Stadtwerker Christian Ladermann und Thorsten Miaskowski befinden sich zurzeit im Norden Ghanas. Vergangenes Wochenende waren die drei in Damongo, besuchten die Krankenstation vor Ort und machten sich ein Bild von der Energie- und Wasserversorgung in dieser Region. „Hier sind Brunnen mit einer Tiefe von bis zu 120 Metern, die in dieser Jahreszeit einfach kein Wasser führen“, erklärt Thorsten Miaskowski, Rohrnetzmeister der Stadtwerke, entsetzt. „Die Trockenzeit dauert hierzulande ganze neun Monate. Während dieser Periode sind die Menschen verstärkt auf Wasserlieferungen über Tankwagen angewiesen. Diese Versorgung ist gerade für Krankenhäuser mehr als mühsam“, so Thorsten Miaskowski.
Bei der Stromversorgung entdeckten die Stadtwerker in manchen Dörfern gute Lösungsansätze: Eine auf dem Krankenhausdach installierte Solaranlage hilft, Beatmungsmaschine und Kühlschrank, der zur Medikamentenkühlung gebraucht wird, auch während einer der vielen Stromunterbrechungen der Ortsnetzversorgung weiterzubetreiben. „Die Solaranlage war in keinem guten Zustand. Wir haben den Angestellten der Krankenstation die Funktionsweise der Anlage erklärt und Tipps zur Wartung und Instandhaltung gegeben“, berichtet Christian Ladermann, Energieelektroniker der Stadtwerke Bochum. „Wir merken hier häufig, dass das technische Know-How an vielen Stellen noch fehlt. Doch die Bereitschaft zu lernen und auch anzupacken ist enorm groß“, so Christian Ladermann.
In den kommenden Tagen geht der Trip weiter nach Bole, Bawena und Mankarigu. In den Dörfern wird weiter eruiert wie die Energie- und Wasserversorgung in zukünftigen Projekten verbessert werden kann. „Ich bin jetzt zum 42. Mal in Afrika, aber mein Rücken wird sich wohl nie an die afrikanischen Pisten gewöhnen. Die Strecken sind nicht vergleichbar mit deutschen Straßen. Hier geht es hunderte Kilometer über unbefestigte Wege, die man treffender mit dem Wort Piste bezeichnen kann“, beschreibt Reinhard Micheel.
Am 12. Februar startet der Flieger Richtung Düsseldorf. Im Gepäck werden Reinhard Micheel und die Stadtwerker jede Menge Eindrücke – vor allem die Gastfreundschaft und Lebensfreude der Afrikaner – Ideen und gute Vorsätze haben. Diese gilt es im Anschluss genau zu analysieren und mögliche Hilfen abzuleiten. Schon heute steht für die Stadtwerker fest: „Das war nicht unsere letzte Reise nach Afrika.“
Weitere Infos erhalten Sie unter der Rufnummer 0234 / 960 - 1300.
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