Ertragslage
Geschäftsentwicklung
Die Stadt Bochum hat die Konzessionsverträge aller Sparten mit der Stadtwerke Bochum GmbH bis zum Jahr 2030 verlängert.
Mit Wirkung zum 01.07.2010 wurde der Netzbetrieb Gas aus der nmr in die Stadtwerke Bochum GmbH rückgeführt.
Die Stadtwerke Bochum GmbH hat mit der veränderten Situation auf der Beschaffungsseite auch ihre Produktpalette in 2010 komplett überarbeitet. Die rewirpower -Produkte „rewirpower familien“, „rewirpower junioren“ und „rewirpower senioren“ wurden durch das Produkt „rewirpower best“ ersetzt. Dieses Produkt funktioniert nach dem Prinzip der Best-Abrechnung, und der Kunde erhält je nach individuellem Verbrauch die für ihn günstigste Preisstufe. Für Familien gibt es weiterhin pro Kind eine Preisvergünstigung. Zum 01.07.2010 startete das neue Online-Produkt „rewirpower flex“. Dieses Produkt richtet sich an Internetaffine Kunden, die nicht den Wunsch nach persönlicher Betreuung, örtlicher Nähe des Versorgers und besonderen Serviceleistungen haben. Für „rewirpower flex“ wird die Energie kurzfristig eingekauft. Hier können günstige Marktsituationen flexibel ausgenutzt und das Produkt entsprechend preiswert angeboten werden.
Der Stromverkaufspreis der Grundversorgung im Produkt „Stadtwerke Basis“ musste zum 01.07.2010 angepasst werden. Die Anpassung erfolgte aus einer zeitverzögerten Weitergabe eines Teils des Mehraufwandes aus dem EEG 2010. Die Stadtwerke Bochum GmbH konnte den Gasverkaufspreis für „rewirflamme vario“ zum 01.10.2010 senken. Dieses Produkt ist aufgrund der kurzen Vertragslaufzeit sehr flexibel. Günstige Marktsituationen können hier ausgenutzt und an den Kunden weitergegeben werden. Die Preise der Sonderverträge in allen Sparten wurden anhand der vertraglich vereinbarten Preisgleitklauseln angepasst.
Absatzentwicklung
Die Stadtwerke Bochum GmbH verzeichnet in 2010 in allen ihren Sparten Absatzanstiege. Im Strombereich ist das im Wesentlichen auf die Absatzsteigerung außerhalb des Konzessionsgebietes zurückzuführen. Im Konzessionsgebiet aller Sparten ist aber auch die konjunkturelle Erholung und damit der Produktionsanstieg bei Industriekunden spürbar. Verstärkt wird diese Entwicklung in den wärmegeführten Sparten durch die kühlere Witterung. Die Gradtagszahl, die in der Energiewirtschaft zur Beurteilung des Raumwärmebedarfs herangezogen wird, lag mit 3.871,5 um 17,7 % deutlich über der des Vorjahres.
Umsatzerlöse
Vor dem Hintergrund der vorstehend genannten Preis- und Mengenentwicklungen steigen die Gesamtumsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer um 18,8 Mio. € auf 536,4 Mio. €.