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Stadtwerke Bochum

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16.01.2015

Kaminwechsel - Wanderfalken-Nistplatz zieht vom Opelgelände zum Heizkraftwerk-Hiltrop

Kai Krischnak und Gerald Sell
Kai Krischnak, Pressesprecher der Stadtwerke Bochum und Gerald Sell, Mitarbeiter des NABU, präsentieren den neuen Nistkasten für die Wanderfalken.

Am Freitag, 16. Januar, installierten Industriekletterer am Kamin des Heizkraftwerks (HKW) in Bochum-Hiltrop einen Nistkasten für Wanderfalken. Der Nistplatz war zuvor am Schornstein des Bochumer Opel Werk I beheimatet. Aufgrund der Werksschließung musste jetzt eine neue Heimat in luftiger Höhe für die Wanderfalken gefunden werden.

Für die Montage in rund 50 Metern Höhe waren Spezialisten der Firma Prorope aus Dortmund angereist, die mittels Seilzugverfahren die Holz-Brutstätte, die eine Grundfläche von ca. einem Meter aufweist, auf die Spitze des Kamins des Fernwärmekraftwerks hievten.

„Als die Kollegen von Opel sich bei der Suche nach einem geeigneten Ersatzstandort an uns gewandt haben, war die Entscheidung klar: Gerne geben wir den Wanderfalken eine neue Heimat an unserem HKW. Wir hoffen, dass sich die Greifvögel hier bei uns wohlfühlen und wir vielleicht bereits in diesem Frühjahr die Aufzucht von Jungtieren miterleben dürfen“, erklärt Kai Krischnak, Pressesprecher der Stadtwerke Bochum.

Wanderfalken zählen zu der Familie der Falken und sind die am weitesten verbreitete Vogelart der Welt. Sie besiedeln bis auf die Antarktis alle Kontinente. Wanderfalken sind von Natur aus Felsbrüter und bewohnen in erster Linie gebirgige Landschaften aller Art sowie Steilküsten. Seit den letzten Jahrzehnten besiedeln die Wanderfalken auch Städte und nisten vorzugsweise in „Kunstfelsen“ von Industriestandorten wie Kraftwerkstürmen und Sendemasten, Autobahnbrücken, oder Kirchtürmen.