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Stadtwerke Bochum

13.01.2020

Bochumer durchschnittlich 7 Minuten ohne Strom

Arbeiten im Umspannwerk
Arbeiten im Umspannwerk

Ausfallzeiten des Bochumer Energieversorgers auf Top-Niveau

Das Versorgungsnetz der Stadtwerke Bochum ist äußerst zuverlässig: Der Durchschnittswert für unplanmäßige Stromunterbrechungen liegt in unserer Stadt bei nur 7,24 Minuten je Letztverbraucher. Das belegen die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur für das Jahr 2018. Der Bundesdurchschnitt liegt im gleichen Zeitraum bei 13,91 Minuten.

„Trotz des fortschreitenden Automatisierungsgrades ist dieser erneute Spitzenwert vor allem unseren Mitarbeitern zu verdanken, die rund um die Uhr im Einsatz sind und bei eisigen Temperaturen nachts, an Wochenenden und Feiertagen die Abläufe im Netz kontrollieren und bei Störungen innerhalb kürzester Zeit reagieren“, erklärt Holger Rost, Geschäftsführer der Netzgesellschaft der Stadtwerke Bochum. Eine Aufgabe, die sich auf rund 4.200 Kilometer erstreckt. So viel misst zurzeit das Bochumer Stromleitungsnetz. Das entspricht etwa der Fahrtstrecke von Bochum nach Sankt Petersburg und zurück. Mit einem Zahlenspiel unterstreicht Holger Rost die Bereitschaft des Stadtwerke-Entstörungsdienstes: „Um den Spitzenwert von 7,24 Minuten zu erreichen sind unsere Mitarbeiter 24/7, also an 7 Tagen in der Woche, 24 Stunden am Tag im Einsatz für Bochum.“

„Damit dieses hohe Niveau auch in Zukunft gehalten werden kann, haben wir mit einem ganzen Maßnahmenbündel die Versorgungssicherheit in Bochum weiter verbessert und auf einem hohen Qualitätsniveau gesichert“, so Rost. „Dazu zählen die kontinuierliche Optimierung der Netzinfrastruktur, vorausschauende Investitionen sowie eine ausgewogene Reservehaltung.“ Rund 21,7 Millionen Euro hat der Bochumer Energieversorger im vergangenen Jahr in die Modernisierung der Strom- und Gasinfrastruktur investiert.

Das Herzstück zur Steuerung und Überwachung der Bochumer Energieversorgung ist die Verbundleitstelle der Stadtwerke. Kontinuierlich werden dort mit Hilfe unterschiedlicher Schutz- und Überwachungselemente die Arbeitsvorgänge der Schaltanlagen, Umspanner, Druck- und Regelstationen im Netz kontrolliert. Die Datenflut wird in der Verbundleitstelle der Stadtwerke in Sekundenschnelle ausgewertet und visualisiert. Auf diese Weise können große Teile der Anlagentechnik ferngesteuert werden und bei Störungen oder notwendigen Wartungen direkt reagiert werden.

Die Bundesnetzagentur kontrolliert die Berichte der 866 deutschen Netzbetreiber, wertet diese aus und dokumentiert alle Versorgungsunterbrechungen der deutschen Stromnetze in einer Jahresstatistik. In die Berechnungen fließen nur Unterbrechungen aufgrund von unvorhersehbaren Störereignissen wie z.B. Kabelbeschädigungen durch Bagger oder Kabelfehler ein, die länger als drei Minuten dauern. Folgen höherer Gewalt, wie z.B. bei Stürmen, finden in dieser Statistik keine Berücksichtigung.

Störungen der Stromversorgung können Bochumer Bürger jeden Tag rund um die Uhr unter der Rufnummer 0234/960-1111 an den Entstörungsdienst der Stadtwerke melden.

Europäischer Fond für regionale Entwicklung