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Stadtwerke Bochum

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12.03.2018

Bochumer nur 5,2 Minuten ohne Strom

Holger Rost
Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Netz GmbH

Niedrigster Wert seit Beginn der Messungen

Das Versorgungsnetz der Stadtwerke Bochum ist weiterhin sehr zuverlässig: Der Durchschnittswert für unplanmäßige Stromunterbrechungen liegt bei nur 5,2 Minuten je Letztverbraucher. Die jetzt veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2016 stellen den niedrigsten Wert seit Beginn der systematischen Messungen in Bochum dar. Der Bundesdurchschnitt weist einen mehr als doppelt so hohen Wert auf und liegt im gleichen Zeitraum bei 12,8 Minuten.

„Mit einem ganzen Maßnahmenbündel haben wir die Versorgungssicherheit in Bochum weiter verbessert und auf einem vergleichsweise hohen Qualitätsniveau stabilisiert“, erklärt Holger Rost, Geschäftsführer der Netzgesellschaft der Stadtwerke Bochum. „Dazu zählen die kontinuierliche Optimierung der Netzinfrastruktur, vorausschauende Investitionen sowie eine ausgewogene Reservehaltung.“

Das Herzstück zur Steuerung und Überwachung der Bochumer Energieversorgung ist die Verbundleitstelle der Stadtwerke. Kontinuierlich werden dort mit Hilfe unterschiedlicher Schutz- und Überwachungselemente die Arbeitsvorgänge der Schaltanlagen, Umspanner, Druck- und Regelstationen im Netz kontrolliert. Die Datenflut wird in der Verbundleitstelle der Stadtwerke in Sekundenschnelle ausgewertet und visualisiert. Auf diese Weise kann die gesamte Anlagentechnik ferngesteuert werden und bei Störungen oder notwendigen Wartungen direkt reagiert werden.

„Trotz des fortschreitenden Automatisierungsgrades ist dieser erneute Spitzenwert vor allem unseren Mitarbeitern zu verdanken, die rund um die Uhr im Einsatz sind und bei eisigen Temperaturen nachts, an Wochenenden und Feiertagen die Abläufe im Netz kontrollieren und bei Störungen innerhalb kürzester Zeit reagieren“, so Rost. Eine Aufgabe, die sich auf rund 4.200 Kilometer erstreckt. So viel misst zurzeit das Bochumer Stromleitungsnetz. Das entspricht etwa der Fahrtstrecke von Bochum nach Sankt Petersburg und zurück.

Spitzenwert im europäischen Vergleich
Die deutschlandweite Stromversorgungsqualität ist in Europa führend. Dies wird deutlich, wirft man einen Blick auf die Ausfallzeiten der Nachbarländer: Waren die Deutschen im Jahr 2014 im Durchschnitt 12,28 Minuten ohne Stromversorgung, mussten sich die Franzosen mehr als viermal so lange, ganze 50,2 Minuten, und die Schweden sogar 74,59 Minuten gedulden.

Die Bundesnetzagentur kontrolliert die Berichte der 860 deutschen Netzbetreiber, wertet diese aus und dokumentiert alle Versorgungsunterbrechungen der deutschen Stromnetze in einer Jahresstatistik. In die Berechnungen fließen nur Unterbrechungen aufgrund von unvorhersehbaren Störereignissen wie z.B. Kabelbeschädigungen durch Bagger oder Kabelfehler ein, die länger als drei Minuten dauern. Folgen höherer Gewalt, wie z.B. bei Stürmen, finden in dieser Statistik keine Berücksichtigung.

Störungen der Stromversorgung können Bochumer Bürger rund um die Uhr unter der Rufnummer 0234/960-1111 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche an den Entstörungsdienst der Stadtwerke melden.