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Stadtwerke Bochum

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20.02.2020

Stadtwerke Bochum bauen LoRaWAN-Netz auf

Stadtwerke Bochum Netz-Geschäftsführer Holger Rost präsentiert auf dem Dach des Energieversorgers am Ostring die Funkantenne mit dem LoRaWAN-Gateway.
Stadtwerke Bochum Netz-Geschäftsführer Holger Rost präsentiert auf dem Dach des Energieversorgers am Ostring die Funkantenne mit dem LoRaWAN-Gateway.

Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Bochum errichtet derzeit im Stadtgebiet ein eigenes LoRaWAN-Funknetz. Der Begriff „LoRaWAN“ steht für „Long Range Wide Area Network“ und beschreibt eine Funktechnik, die die Datenübertragung über hohe Reichweiten bis 15 Kilometer bei kleinen Datenraten und geringem Energieverbrauch ermöglicht. Die Stadtwerke haben die Technologie getestet und werden ihr Netz im Laufe des Jahres auf 30 so genannte LoRaWAN-Gateways erweitern, die im Stadtgebiet verteilt sind.

„LoRaWAN ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines intelligenten Stromnetzes, dem sogenannten Smart Grid“, erklärt Holger Rost, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Netz GmbH. „Derzeit nutzen wir die Technologie ausschließlich für eigene Anwendungsfälle in der Stadtwerke Bochum Gruppe, wie beispielsweise die Übertragung von Messwerten im Strombereich. Perspektivisch sind weitere Anwendungen wie die Ermittlung von Wetterdaten, Verfügbarkeit von Parkplätzen, Füllstände von Behältern und vieles mehr möglich. Das so genannte „Internet der Dinge“ wird dadurch Realität.“

Um den hohen Anforderungen an Datensicherheit gerecht zu werden, errichten die Stadtwerke das Netz in Kooperation mit dem Bochumer Start-Up Physec GmbH. Die Physec GmbH sorgt mit ihrer patentierten Lösung für LoRaWAN-Netzwerke für eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der übermittelten Daten. In den Aufbau des Netzes werden zunächst rund 150.000 Euro investiert. „Bisher sind die Erfahrungen sehr vielversprechend: Die Technologie arbeitet stabil, es gibt kaum Ausfälle“, zieht Geschäftsführer Holger Rost ein positives Zwischenfazit. Die Gateways sind am Verwaltungsgebäude der Stadtwerke am Ostring, an Umspannwerken und Stromstationen installiert.

„Wir setzen die Technologie aktuell vorwiegend für interne Zwecke ein, können aber in Kürze auch externe Partner mit einbinden, stellt Holger Rost klar. „Unser Plan ist, in 2020 ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz in Bochum aufzubauen. Damit schaffen wir die Grundlage für ein neues Geschäftsfeld, da wir die Technologie als Netzdienstleistung auch Dritten anbieten.“

Das LoRaWAN-Netz ist so aufgebaut, dass einzelne Sensoren Daten an ein Gateway senden, das wiederum die Datenpakete an einen Server im Rechenzentrum. Von dort aus können unterschiedliche Anwendungen mit Daten gespeist werden. Die Datenraten des LoRaWAN-Netzes liegen zwischen 0,3 bis 50 kbit/s (Kilobit pro Sekunde). Die Übertragung von Dokumenten oder Bildern ist nicht möglich.

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