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Umlagen & Aufschläge

Ein Großteil der Strompreise in Deutschland besteht aus Umlagen und Abgaben, die staatlich reguliert sind. Auf die Höhe dieser zusätzlichen Kosten haben wir als Energieversorger keinen Einfluss.

Übersicht der Umlagen & Abgaben

EEG-Umlage

Regelsatz für das Kalenderjahr 2019:
6,405 Ct/kWh netto

Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschriebene EEG-Umlage dient der Förderung von regenerativen Erzeugungsanlagen. Mit ihr werden Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie und andere Formen der erneuerbaren Energien staatlich gefördert. Anlagenbetreiber erhalten eine festgelegte Einspeisevergütung für den erzeugten Strom.

Im Kalenderjahr 2018 betrug die EEG-Umlage 6,792 Ct/kWh netto.

KWK-Zuschlag nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, KWKG 2016 (n.F.)

Regelsatz für das Kalenderjahr 2019:
Verbrauchsunabhängige Umlage: 0,280 Ct/kWh

Letztverbraucher die eine „besondere Ausgleichsregelung“ gemäß §§ 63 und 64 EEG 2017 in Anspruch nehmen, zahlen eine reduzierte KWK-Umlage, die durch den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber abgerechnet wird.

Sonderumlagen gemäß KWKG 2016 (n.F.) gelten bei Anlagen zur Verstromung von
Kuppelgasen nach § 27a KWKG 2016 (n.F.), bei Stromspeichern nach § 27b KWKG
2016 (n.F.) und bei Schienenbahnen nach § 27c KWKG 2016 (n.F.).

Über den KWK-Zuschlag werden Anlagen gefördert, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen und somit Brennstoffe deutlich effizienter nutzen. Betreiber von KWK-Anlagen erhalten eine Förderung, um die Verbreitung der Technologie voranzutreiben.

Im Kalenderjahr 2018 betrug der Regelsatz für den KWK-Zuschlag 0,345 Ct/kWh.

§ 19 StromNEV-Umlage

Regelsatz für das Kalenderjahr 2019:
Letztverbraucher zahlen für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Abnahmestelle 0,305 Ct/kWh.

Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh
übersteigt, zahlen für die über 1.000.000 kWh hinausgehenden Strombezüge 0,05 Ct/kWh.

Letztverbraucher, die dem produzierenden Gewerbe, dem schienengebundenen Verkehr
oder der Eisenbahninfrastruktur zuzuordnen sind und deren Stromkosten im
vorangegangenen Kalenderjahr 4 % des Umsatzes überstiegen haben, zahlen für die
über 1.000.000 kWh hinausgehenden Strombezüge 0,025 Ct/kWh.

Stromintensive Betriebe werden seit dem 1. Januar 2012 durch geringere Netzentgelte entlastet. Zur Finanzierung wurde die Umlage nach § 19 Stromnetzentgeltverordnung eingeführt.

Im Kalenderjahr 2018 betrug der Regelsatz für die §19 StromNEV-Umlage 0,370 Ct/kWh.

Offshore-Netzumlage

Regelsatz für das Kalenderjahr 2019:
Verbrauchunabhängige Umlage: 0,416 ct/kWh

In diese Umlage fließen ab 2019 nicht mehr nur die Kosten für Entschädigungen bei Störungen oder Verzögerungen von Offshore-Netzanbindungen ein, sondern auch die Kosten für die Planung und Umsetzung der Offshore-Netzanschlüsse (Anbindung von Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee).
Grundlage ist das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG), das im Juli 2017 in Kraft getreten ist. Damit erhöht sich die Offshore-Netzumlage im Vergleich zum Vorjahr auf 0,416 ct/kWh (2018: 0,037 ct/kWh).

Dies ist auch für größere Stromverbraucher relevant, da die Privilegierungen für die Letztverbrauchergruppen B‘ und C‘ entfallen.
Eine Reduzierung der Umlage wird nur noch über die „besondere Ausgleichsregelung“ gemäß §§ 63 und 64 EEG 2017 möglich sein.

Umlage für abschaltbare Lasten gem. § 18 AbLaV

Verbrauchsunabhängige Umlage von 0,005 Ct/kWh für das Kalenderjahr 2019.

Große industrielle Stromverbraucher sollen vom Netz gehen können, falls es zu einer Instabilität des Stromnetzes kommt. Die Entschädigung für diese Stabilisierung des Netzes wird durch die Umlage nach § 18 der Verordnung über abschaltbare Lasten finanziert.

Im Kalenderjahr 2018 betrug die Umlage für abschaltbare Lasten 0,011 Ct/kWh.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.netztransparenz.de.