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  • Bewusst leben
    Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Was können Sie in Ihrem Alltag ändern, um nachhaltiger zu leben? Oft sind es Kleinigkeiten, die insgesamt einen großen Unterschied machen. Jeder entscheidet selbst, was er verändert.

Nachhaltigkeit ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Wie können und sollten wir leben, damit es allen möglichst gut geht, anderen Menschen und der Natur? Es gibt viele Themen, um die wir uns kümmern sollten. Zum Beispiel müssen die hohen CO2-Emissionen sinken, im Meer schwimmt zu viel Plastik,  Tieren und Pflanzen fehlt der Lebensraum. Das sind nur drei Beispiele, aber es gibt auch eine gute Nachricht: Schon, wenn jeder Einzelne Kleinigkeiten ändert, können wir Großes bewirken. Probieren Sie es aus. Legen Sie Ihr Obst doch einfach lose in den Korb, statt eine Plastiktüte zu benutzen, lassen Sie hin und wieder das Auto stehen, trinken Sie Bochumer Leitungswasser, statt Mineralwasser zu kaufen, das Hunderte von Kilometern transportiert wurde. Wir stellen Ihnen Menschen vor, die beruflich und in ihrem Privatleben bereits einige Tipps umsetzen, von denen Sie sich inspirieren lassen können.

Tomaten von nebenan

Marc Kerkemeier kauft in erster Linie Bio-Gemüse, frisch aus der Region.

Die Welt schöner machen

Wenn Frank Arnold auf eine Wiese schaut, dann sieht er keinen Rasen, sondern möglichen Lebensraum. „Es ist so einfach, eine Umgebung zu schaffen, in der viele Pflanzen wachsen und sich Tiere wohlfühlen“, sagt er. Arnold hat das Glück, dass er als Landschaftsgärtner für die Stadtwerke Bochum arbeitet und sich deswegen auch beruflich mit seiner Leidenschaft beschäftigen kann. „Wir machen zum Beispiel aus freien Flächen Blumenwiesen und lassen Totholz stehen, wo es möglich ist. Viele Menschen wissen ja gar nicht, dass sich unzählige Insektenarten in abgestorbenem Holz ansiedeln.“ Die Insekten wiederum seien wichtig für Vögel und viele Kleinsäugetiere, die sich von ihnen ernähren. Natürlich hat Arnold auch privat einen riesigen Garten, in dem für jeden etwas dabei ist.

Frank Arnold (Foto: Martin Leclaire)

Frank Arnold, Landschaftsgärtner bei den Stadtwerken Bochum

Kräuter- und Gemüsebeete für die Menschen, das Gewürzkraut Borretsch für die Hummeln, Knollenfenchel für den Schwalbenschwanz, Schlehenhecken für die Vögel – all das findet sich in seiner grünen Oase. „Ich möchte einfach meinen Teil dazu beitragen, dass es der Natur gut geht“, sagt Arnold. Das heißt für ihn auch, über seinen Umgang mit Energie nachzudenken. Den Bau einer Photovoltaikanlage auf seinem Grundstück hat er bereits geplant, und das nächste Auto soll ein E-Fahrzeug sein.

Kreativ kombinieren

So viele Klamotten, wie heute produziert werden, kann doch kein Mensch tragen“, findet Vera Vorkorte. Die 70-Jährige betreibt einen eigenen Second-Hand-Laden (Misfits) in der Bochumer Innenstadt und das aus Überzeugung: „Ich kaufe selbst, außer Unterwäsche, nur noch gebrauchte Kleidung.“ Sie will verhindern, dass zu viel weggeworfen wird. „Mittlerweile bringen die großen Marken alle paar Wochen neue Kollektionen raus. Was sich nicht verkauft, wird am Ende vernichtet. Das macht doch keinen Sinn!“, sagt sie. Schon als kleines Mädchen trug sie die alten Kleider ihrer Oma. „Das haben zwar einige Kinder belächelt, aber das war mir egal. Aus Marken habe ich mir nie was gemacht.“ Später, in der Hippie-Zeit nähte sie ihre Klamotten selbst, aus alten Tüchern und Kleiderresten.

Vera Vorkorte (Foto: Martin Leclaire)

Vera Vorkorte, Betreiberin eines Second-Hand-Ladens

Mittlerweile führt die „Ruhrpottpflanze“, als die sich Vorkorte selbst bezeichnet, seit 37 Jahren ihr  Bekleidungsgeschäft. Aus Überzeugung. Schon früher kaufte sie Papiertüten für den Laden. Weil die aber teuer sind und es ohnehin genügend Tüten gibt, sammelt sie diese jetzt, um sie ihren Kunden mitzugeben. Dass es keine bedruckten Einheitstüten sind, störe niemanden. Auch im Alltag achtet Vorkorte auf Nachhaltigkeit. „Ich kaufe nur regionales und saisonales Essen. Eine Ausnahme mache ich nur bei Bananen.“

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Nachhaltigkeit auf dem Teller

Äpfel aus Neuseeland einfliegen lassen? Das kommt für Marc Kerkemeier nicht infrage. Er kocht hauptsächlich mit Produkten aus der Region, die größtenteils ein Biosiegel tragen. Das ist zum Teil eine logistische Herausforderung, denn Kerkemeier ist Küchenchef der Stadtwerke-Kantine. „Wenn etwa ein Gericht mit Bio-Schweinefleisch sehr gut läuft, dann ist es eben irgendwann ausverkauft, weil wir in der gewünschten Qualität oft nur begrenzte Mengen kriegen.“ Besonders stolz ist er darauf, dass es bei den Stadtwerken seit Kurzem nur noch Bio-Fair-Trade-Kaffee gibt. Grundsätzlich ist es für Kerkemeier wichtig, Lebensmittel wertzuschätzen. Wegwerfen? Das versucht er, zu vermeiden. Vieles, was übrig bleibt, wird über den Verein bodo e. V. an Obdachlose verteilt.

Marc Kerkemeier (Foto: Martin Leclaire)

Marc Kerkemeier, Kantinenchef bei den Stadtwerken Bochum

Genauso wichtig ist es für ihn, Kunststoff zu reduzieren. Die Stadtwerke haben Porzellan-Geschirr To go eingeführt. Auch zu Hause hat der Koch seinen Plastikmüll halbiert. „Wir benutzen zum Beispiel Haarseife in der Pappschachtel statt Shampooflaschen.“ Übrigens bringt er die Einkäufe in einem Korb auf dem Fahrrad nach Hause. „Wenn ich essen gehe, genieße ich aber nur und denke nicht darüber nach, woher wohl die Lebensmittel kommen.“

 

Erschienen im Kundenmagazin Meine Stadtwerke

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