• Plastik? Weg damit!
    Wie Sie im Alltag Kunststoff sparen

Kunststoff landet nicht nur auf Wiesen und im Meer, sondern in kleinen Mengen auch in unserem Körper.  Plastikfrei leben oder Plastik zumindest zu reduzieren wäre ein wichtiger Schritt – machen Sie mit!

Ein Leben ohne Plastik lässt sich in unserer modernen Welt nur sehr schwer umsetzen. Sie müssten dafür viel Zeit und Mühe investieren und auf einige Produkte ganz verzichten. Andererseits: Schon ohne besonderen Aufwand können Sie Ihren Plastikverbrauch erheblich einschränken. Suchen Sie sich aus unseren Tipps einfach diejenigen heraus, die Sie gut mit Ihrem Alltag vereinbaren können.

Müllflut im Meer

Zwischen vier und 13 Millionen Tonne Plastik landen Jahr für Jahr im Meer, schätzt der WWF.

Im Supermarkt

  • Mehrweg-Beutel sind natürlich umweltfreundlicher als Einwegtüten. Noch besser wäre es aber, wenn Sie einen Korb verwenden oder Einkaufsbeutel aus Stoff. Die lassen sich gut zusammenfalten, passen in jede Tasche und sind umweltfreundlich.
  • Plastikdosen mit Deckel. Wer gut organisiert ist, nimmt sie für lose Ware wie Käse und Aufschnitt direkt mit in den Supermarkt. Alle anderen sollten eine Auswahl an Dosen zumindest in der Küche griffbereit haben. Wenn Sie darin Reste aufbewahren, sparen Sie Frischhaltefolie.
  • Jede Praline ist einzeln verpackt und mehrere liegen zusammen in einer Packung, die in einer weiteren Lage eingeschweißt ist? Achten Sie bewusst auf Plastik-Verschwendung und kaufen Sie andere Produkte.
  • Augen auf beim Obstkauf! Lassen Sie die Finger von eingeschweißtem Obst und Gemüse. Für lose Ware gibt es plastikfreie Netze, die sich mehrfach verwenden lassen und sogar waschbar sind – besser als Einwegtüten.
  • Plastik-Strohhalme sind überflüssig - und ab Mitte 2021 sogar verboten! Es gibt sie auch aus Edelstahl oder Glas. Wer nicht spülen will, kann Halme aus Papier oder Bambus kaufen, garantiert kompostierbar.
  • Bei Mehrweg-Getränkeflaschen lautet die Frage: Glas oder Plastik? Die Antwort ist nicht leicht. Denn Glas hat oft weite Wege hinter sich, was die Umweltbilanz verschlechtert. Wichtiger ist es also, bei regionalen Anbietern zu kaufen – und von Mineralwasser auf das hochwertige Trinkwasser aus der Leitung umzusteigen.
  • Nach dem Einkaufen noch ein Kaffee für unterwegs? Dann bitte im mitgebrachten Thermobecher!

In der Drogerie

Drogerien sind schwierige Orte um plastikfrei einzukaufen. Fast alles ist eingeschweißt oder in Plastikflaschen abgefüllt. Noch unangenehmer wird‘s beim Blick auf die Inhaltsstoffe: Acrylate Copolymer (AC), Polyamide (PA), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) – das sind nur einige Beispiele für Begriffe, hinter denen sich Plastik verbirgt. Plastik steckt also sogar in den Produkten. Naturkosmetik ist meistens die bessere Wahl. In Unverpackt- und Bioläden gibt es außerdem Alternativen ohne Plastikverpackung.

IM SCHNITT 190 PLASTIKFLASCHEN PRO JAHR SPART JEDER, DER LEITUNGS- STATT MINERALWASSER TRINKT.

  • Seife statt Duschgel
  • Haarseife statt Shampoo
  • Rasierseife oder Kernseife statt Rasierschaum
  • Zahnbürsten aus Bambus oder Holz
  • Zahnseide aus echter Seide und Bienenwachs
  • Deosticks in einer Packung aus Pappe statt Deospray oder -Roller
  • Waschpulver im Pappkarton statt Flüssigwaschmittel
  • Großpackungen verschiedener Produkte, bei denen das Verhältnis der Packung zum Inhalt besser ist.

Grüne Quelle

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Im Einkaufszentrum

Plastik landet häufiger in der Umwelt, als viele ahnen. Wussten Sie, dass bei jeder Wäsche kleine Fasern aus Polyester-Kleidung ausgespült werden und ins Abwasser gelangen?

  • Setzen Sie lieber auf natürliche Baumwolle. Die fühlt sich auch angenehmer an.
  • Kaufen Sie Spielzeug aus Holz oder Naturkautschuk, um plastikfrei zu leben.
  • Lassen Sie sich nicht von dem Begriff „Bioplastik“ auf vielen Produkten in die Irre führen. „Kompostierbar“ sind die Produkte derzeit in der Regel nur unter speziellen Bedingungen in der Industrie.

 

Erschienen im Kundenmagazin Meine Stadtwerke 1/20

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