Wofür ist das Heizkraftwerk in Bochum-Hiltrop gut, außer zum Heizen? Es ist eine prima Wohnung für Wanderfalken! Genau genommen leben sie in einem Anbau, nämlich in einem Nistkasten am Turm.

Was für eine Erfolgsgeschichte: 1971 wählte der NABU den Wanderfalken noch zum „Vogel des Jahres“, um die Menschen auf ihn aufmerksam zu machen. Denn der geschickte Jäger war bei uns vom Aussterben bedroht. Inzwischen brüten in Deutschland wieder etwa 600 Paare – eines davon am Heizkraftwerk der Stadtwerke Bochum in Hiltrop. Zwei Jungvögel hat das Paar in diesem Sommer großgezogen. Bereits zum fünften Mal in Folge hat die Brut geklappt!

Rasanter Flugkünstler

Der Wanderfalke ist das schnellste Tier der Erde und erreicht ein Tempo von bis zu 320 Stundenkilometern.

Gebäude statt Felsen

Wanderfalken haben es nicht leicht. Vor allem das Insektizid DDT, das 1977 verboten wurde, war ein Problem. Die Vögel nahmen es über ihre Beutetiere auf, woraufhin ihre Eierschalen so dünn wurden, dass die Bruten kaum noch funktionierten. Legten sie doch heile Eier, kamen Nesträuber und verkauften die Eier in Länder, wo Wanderfalken für die Jagd eingesetzt werden. Das passiert auch heute noch. Ein anderes Problem ist hinzugekommen: In ihren natürlichen Lebensräumen werden die Felsenbrüter oft von Freizeitkletterern gestört. Deswegen sind Gebäude für sie inzwischen zu wichtigen „künstlichen Felsen“ geworden.

Wanderfalkenjunge in Bochum (Foto: Stadtwerke Bochum)
Flauschige Bürschchen

Zum fünften Mal in Folge zogen die Wanderfalken im Jahr 2021 Junge groß.

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Zusammenarbeit mit NABU

Den Nistplatz am Kamin des Heizkraftwerks hatten die Stadtwerke im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund NABU in rund 50 Metern Höhe montiert. Zuvor war er am Schornstein des Bochumer Opel Werks I beheimatet gewesen. Durch die Werksschließung mussten die Vögel ausziehen – und die Stadtwerke boten ihnen eine neue Wohnung an. Die gefällt den Vögeln offensichtlich. Denn sie kommen jedes Jahr wieder.  

ERST OPEL-Gelände, jetzt hiltrop

Der Wanderfalke ist übrigens für seine hohe Geschwindigkeit bekannt: Im Sturzflug schafft er weit über 300 Stundenkilometer. Dabei ist er nicht nur schnell, sondern auch wendig. Das muss er auch sein. Denn er jagt Vögel und schlägt sie im Flug.

 

Erschienen im Kundenmagazin Meine Stadtwerke

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