Das Ruhrgebiet gehört vielleicht nicht zu den berühmtesten Wanderrevieren Deutschlands. Doch auch hier gibt es viele schöne Pfade zu entdecken. Wir geben Tipps für die nächsten Touren.

Den Vergleich mit Alpen, Harz und Sauerland muss das Revier dabei nicht scheuen. Selbst geübten Wanderern bietet es echte Herausforderungen – und seine Landschaft ist ohnehin einmalig. Welche Routen lohnen sich besonders? Wir haben da was für Sie zusammengestellt. Jetzt nur noch schnell die Wanderschuhe schnüren, etwas Proviant einpacken und dann kann es schon losgehen!

Einmalige Landschaften

Wandern in der Region: Da gibt es sehr viel zu entdecken.

Der 3-Türme-Weg

Am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets liegt mit dem 3-Türme-Weg ein wahres Wanderhighlight. Auf 11,6 Kilometern führt diese vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg ausgezeichnete Strecke vor den Toren Hagens an drei historischen Türmen vorbei. Der Weg verbindet den Bismarck-, den Kaiser-Friedrich- und den Eugen-Richter-Turm miteinander. Eine Themenwanderung im Spannungsfeld von Natur, Industrie und Kultur, die immer wieder mit wunderschönen Ausblicken belohnt!

Gut zu wissen: Startpunkt dieser Rundwanderung ist das sogenannte 3-Türme-Weg-Portal am Stadtgarten. Unterwegs überbrücken Sie rund 370 Höhenmeter und sind – je nach Lauftempo – bis zu fünf Stunden unterwegs. Weitere nützliche Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Website des 3-Türme-Wegs.

Der Bismarck-Turm in Hagen. Foto: Nico Piepenstock
Hoch über der Stadt

Der Hagener Bismarckturm ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Baldeney-Steig

Einmal rund um den gleichnamigen Stausee führt der Baldeney-Steig in Essen. Dabei geht es durch Wälder, über Wiesen und Felder und vorbei an urigen Bauernhöfen. Die abwechslungsreiche Strecke bietet zudem Abstecher-Möglichkeiten zu kulturellen Sehenswürdigkeiten – etwa der Ruine Neu-Isenburg oder dem geschichtsträchtigen Stadtteil Werden. Dort befindet sich etwa die Basilika St. Ludgerus, die ein wichtiges historisches Dokument romanischer Baukunst im Rheinland darstellt. Oder die renommierte Folkwang-Hochschule für Musik, Theater und Tanz. Hier studierten zum Beispiel der Schauspieler Armin Rohde, die Choreografin Pina Bausch und der Kabarettist Hagen Rether. 

 

Gut zu wissen: Der Einstieg in den Baldeney-Steig ist an unterschiedlichen Punkten möglich. Der Rundweg verläuft über eine Strecke von insgesamt 26,7 Kilometern – die „Seitenblicke“ genannten Abstecher nicht mit eingerechnet. Auch wegen seiner 600 Höhenmeter ist der Wanderweg nichts für Ungeübte! Letztere probieren es am besten zunächst mit einem Teilstück. Mehr Infos zum Baldeney-Steig gibt es unter visit.essen.de

 

Die Korte-Klippe am Essener Baldeneysee (Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen)
Was für ein Ausblick

Von der Korte-Klippe sieht man den Baldeneysee in Essen.

Grüne Quelle

Ökostrom für Bochum

Aus dem Wasserwerk Stiepel fließt kein Trinkwasser mehr für Bochum, dafür erzeugt es nun jährlich mehr als 5 Millionen kWh grünen Strom aus Wasserkraft. Setzen Sie jetzt auch auf umweltfreundliche Energie – mit unserer Ökostrom-Option!

Mehr zu unserem Ökostrom

Bergbaurundweg Muttental

Ganz im Zeichen der Industriegeschichte steht der Bergbaurundweg Muttental in Witten. Wo einst der Ruhrbergbau seinen Anfang nahm, hat sich längst wieder die Natur breitgemacht – Zeugnisse der ersten Zechen ordnen sich heute unauffällig in eine idyllische Landschaft aus Wäldern, Wiesentälern und Bächen ein. Der neun Kilometer lange Rundweg ist Teil der Route Industriekultur und lädt zu einer spannenden Zeitreise in die Vergangenheit ein.

 

Gut zu wissen: Ein guter Startpunkt für den Rundwanderweg ist der Parkplatz Nachtigallstraße. Von dort geht es über eine Strecke mit teils starken Steigungen durch das Muttental. Planen Sie für Ihre Wanderung circa drei bis vier Stunden ein. Weitere Infos zur Route gibt’s beim Stadtmarketing Witten.

 

Eine Lore am Berbgaurundweg Muttental (Foto:Stadtmarketing Witten GmbH)
Auf den Spuren der Kohle

Im Wittener Muttental unterwegs.

Hohe Mark Steig

155 Kilometer, sieben Etappen und zahlreiche Rundwege: All das bietet der Hohe Mark Steig nach seiner Fertigstellung im Frühjahr 2021. Wanderfreunde dürfen sich auf vielfältige Naturerlebnisse zwischen Wesel und Olfen freuen – der Fernwanderweg führt mitten durch den gleichnamigen Naturpark mit seinen Wäldern, Mooren, Auen- und Seenlandschaften. Ein grünes Wanderparadies an der Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland! Bei der großen Auswahl an Touren ist für jeden die richtige Strecke mit dabei.

 

Gut zu wissen: Die abwechslungsreichen Etappen des Hohe Mark Steigs sind zwischen 19 und 27 Kilometer lang. Zusätzlich gibt es sogenannte „Landstreifer“ – vier bis maximal 20 Kilometer lange Themenrundwege abseits der Hauptroute. Aktuelle Informationen rund um den Wanderweg finden Sie hier.

 

Die Westruper Heide (Foto: Stefan Bröker)
Die schöne Westruper Heide

Sie ist Teil dieses Hohe Mark Steigs.

WasserWeg Deilbach

Kurz und knackig: Dieser Wanderweg ist nur sechs Kilometer lang – und auch für die Gemütlichen unter uns gut zu schaffen. Die Route folgt dem Deilbach in Essen und steht ganz im Zeichen des Wassers. Der Bach ist ein Nebenfluss der Ruhr und ist in Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Informationstafeln am Wegesrand informieren über die historische Rolle des Baches für Industrie und Wirtschaft sowie seine Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt. Für Kinder ist er damit ein gern besuchter Lernort außerhalb des Klassenzimmers. 

 

Gut zu wissen: Der Wanderweg ist einer von insgesamt sieben sogenannten „WasserWegen“ in NRW. Die Strecke verläuft von Kuperdreh nach Nierenhof. Für den gesamten Themenweg benötigen Sie 1 ½ bis zwei Stunden. Weiterführende Infos gibt es auf der Website der Naturfreunde NRW.

 

Der Deilbach (Foto: NaturFreunde NRW)
Schlängelt sich durch das üppige Grün

Der Deilbach fließt unter anderem durch Essen und Hattingen.

Das könnte Sie auch interessieren

Top