• Ziemlich helle
    LEDs in Haushalt und Gewerbe

Während mit der Halogenlampe gerade die letzte traditionelle Beleuchtungsart vom Markt verschwindet, wird neues Licht immer besser. LED-Technik spart Energie, ermöglicht atemberaubende Designs und bietet clevere Extras. Richtig gesteuert, machen uns moderne Lichtsysteme sogar gesünder und leistungsfähiger.

Vor zehn Jahren herrschte in Sachen Licht noch düstere Stimmung in Deutschland. Viele Verbraucher fühlten sich bevormundet, als im Rahmen der EU-Ökodesign-Richtlinie ab Herbst 2009 die ersten Glühbirnen aus dem Handel verschwanden. Sie schimpften auf die EU, hamsterten 100-Watt-Birnen und beklatschten Politiker wie den heutigen NRW-Innenminister Herbert Reul, der damals als Europaabgeordneter verkündete: „Ich werde alles tun, um das Glühbirnenverbot in der EU doch noch zu kippen.“ Es kam bekanntlich anders. Und als im September 2018 auch das Aus der Hochvolt-Halogenlampe in Kraft trat, blieb es bemerkenswert ruhig. Kein Aufschrei, kein Protest, keine auffälligen Hamsterkäufe.

Der Grund für diesen Stimmungswandel lässt sich mit drei Buchstaben zusammenfassen: LED. Die lichtemittierende Diode hat innerhalb weniger Jahre geschafft, was damals viele nicht für möglich hielten: Sie wurde zu einer allseits akzeptierten Alternative zur guten, alten Glühbirne. Das gilt heute auch für die Farbtemperatur, die bei den ersten LED-Generationen noch meist bläulich-kalt war. Inzwischen sind LED-Lampen längst auch in Warmweiß erhältlich, und ein Unterschied zum gemütlichen Wohnzimmerlicht der Glühlampe ist praktisch nicht mehr zu erkennen.

 

Retrofit-Leuchten im Vintage-Look
Goldene Zeiten
Nostalgie und Energieeffizienz sind längst keine Gegensätze mehr. Viele Hersteller bieten Retrofit-Leuchten im Vintage-Look – wie hier die „Edition 1906“ der Osram-Tochter Ledvance in verschiedenen klassischen Formen und mit meist goldfarben beschichtetem Glas.

In vielen anderen Bereichen ist die hell abstrahlende Diode, für die 2014 drei japanische Wissenschaftler den Physik-Nobelpreis erhielten, allen anderen Arten künstlichen Lichts ohnehin weit überlegen. Das betrifft vor allem die Energieeffizienz. Weil die LED weit weniger Energie in Form von Wärme abgibt, verbraucht sie bis zu 90 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne. Und auch gegenüber der jetzt verbotenen, sparsameren Halogenlampe steht sie glänzend da: Die Verbraucherzentrale NRW hat errechnet, dass sich beim Umstieg von einer 46-Watt-Halogen- auf eine 9,5-Watt-LED-Lampe binnen 15 Jahren fast 180 Euro sparen lassen. Zudem enthalten LEDs, anders als Energiesparlampen, kein Quecksilber und kommen mit 15 bis 25 Jahren auf eine deutlich längere Lebenszeit.

Licht an!

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Gute Gründe auch für Unternehmen, auf die sparsamen Dioden umzusteigen. Denn die verbessern nicht nur die Umweltbilanz, sondern sparen direkt ab dem ersten Einschalten Energiekosten bei der Beleuchtung von Produktionshallen, Geschäftsräumen und Büros. Die Stadtwerke Bochum bieten als speziellen Service LED-Beleuchtungsanlagen im Pachtmodell an – und machen Unternehmern die Entscheidung für die Modernisierung damit ganz einfach.

Ihre volle Stärke spielt LED-Beleuchtung aus, wenn sie systematisch in die Gestaltung von Gebäuden und Räumen eingebunden wird – sowohl architektonisch als auch technisch. Wegen ihrer extrem kompakten Bauform lassen sich LEDs beispielsweise in Streifen-, Panel- oder Mosaikform auch in Wände oder Möbelstücke integrieren. Ein lichttechnisch intelligentes Zuhause – neudeutsch: Smart Home – entsteht, wenn man LED-Lampen wählt, die sich drahtlos steuern lassen. Schon bei simplen Lösungen kann der Anwender so die Helligkeit oder die Lichtfarbe einzelner Lampen über eine Smartphone-App oder Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home verändern. Der Satz „Alexa, dimme die Leselampe auf 30 Prozent!“ erspart da den Griff zum Schalter.

LED-Tischleuchte KELVEEN
Schlank und stylisch
Perfekt gelenktes Arbeits- und Leselicht verspricht „KELVEEN“.
LED-Tischleuchte KELVEEN
Ausgezeichnet
Für die Leuchte bekam der Hersteller 2018 den German Design Award 2018.
Designer-Schreibtischleuchte mit LED (Foto: Oligo)
Unverwechselbar
Die Jury überzeugte ihre minimalistische Anmutung mit schlanker Silhouette und filigranen Details.

Komplexere, wirklich smarte Systeme aber verbinden nicht nur mehrere Lampen miteinander, sondern integrieren auch andere technische Geräte und Sensoren. So lassen sich alle möglichen Beleuchtungsszenarien programmieren: Bei eingeschaltetem Fernseher zum Beispiel könnte automatisch eine bestimmte Lichtstimmung kreiert werden und eine andere, wenn der Bewegungsmelder Aktivität in der Küche registriert. Und wenn die Türklingel betätigt wird, könnte das Licht im Hobby- oder Waschkeller blinken, weil man dort das Läuten nicht hört. Dank sogenannter Geofencing-Technologie kann das Licht auch automatisch aus- oder angehen, wenn der Bewohner die eigenen vier Wände verlässt oder sich ihnen nähert.

Neben den vielen praktischen Möglichkeiten kann LED-Technologie, ob zu Hause, im Büro oder in Werkshallen, sogar gesund sein: Auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse lässt sich die Farbtemperatur mancher Lichtsysteme im Tagesverlauf so variieren, dass sie bestmöglich zum Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen passt (siehe Interview hier). Das sorgt für besseren Schlaf – und hilft tatsächlich, düstere Stimmung zu vermeiden.

 

Erschienen in ener.go 3/18

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