01.05.2022
Sie wollen Ihr Unternehmen in den Bereichen Energie, Ressourcen und Emissionen gut aufstellen? Das lohnt sich auch bei der Suche nach fähigen Mitarbeiter*innen! Denn die wird immer schwieriger. Wer hier mit konkreten Maßnahmen überzeugen kann, ist als Arbeitgeber attraktiv – vor allem für Nachwuchskräfte.
Die Geschäftsidee kann noch so gut sein: Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit der Qualität und dem Engagement seiner Beschäftigten. Da ist es sinnvoll, sich zu fragen, was zukünftige Fachkräfte anzieht. Bei jungen Menschen, zum Beispiel der sogenannten „Generation Z“, steht die Klimafreundlichkeit eines Unternehmens hoch im Kurs. Für rund 50 Prozent von ihnen ist es wichtig, dass der Arbeitgeber sich für Umwelt und Nachhaltigkeit engagiert. Das hat das Marktforschungsunternehmens Nielsen für seinen Global Responsibility Report erhoben. Damit spielt der ökologische Aspekt bei dieser Generation eine wesentlich größere Rolle als bei vorherigen Arbeitnehmerjahrgängen. Unternehmen mit umweltbewusster Ausrichtung sind daher im Wettbewerb um Nachwuchskräfte im Vorteil.
Wie Unternehmen mit Energie-, Umwelt- und Ressourcenthemen umgehen, spielt für Bewerber*innen eine immer größere Rolle.
Das stellen auch die Stadtwerke Bochum fest. Der Energiedienstleister unterstützt seine Kunden dabei, ihren Energieverbrauch zu senken und neue Energielösungen zu nutzen, mit Energieberatung und Lösungen zur Verringerung des Energieeinsatzes bis hin zur E-Mobilität. „Unsere Auszubildenden kommen aktuell fast alle aus der ,Generation Z‘“, sagt Nicole Misterek, Leiterin Personalservice der Stadtwerke Bochum Gruppe. Aber auch manch älterer Arbeitnehmer lege mittlerweile Wert auf einen Arbeitgeber, der sich mit Fragen rund um Energie, Ressourcen und Mobilität auseinandersetzt, hat sie festgestellt. „In den jüngsten Bewerberrunden hat rund ein Viertel aller Jobsuchenden diese Themen zum Gegenstand gemacht. Es geht nicht mehr nur darum, irgendwo zu arbeiten, der Anspruch an eine sinnstiftende Tätigkeit steht mittlerweile bei vielen im Vordergrund.“
Mitarbeiter mit Engagement für Energie-, Umwelt- und Ressourcenthemen sind Misterek sehr willkommen. „Wir sind Gestalter der Energiewende und wollen uns auch intern weiterentwickeln. Dafür brauchen wir Beschäftigte, die uns vorantreiben.“ Bewusst sucht sie nach Bewerbern, die Kompetenzen in Umwelt-, Ressourcen- und Sozialaspekten sowie Digitalisierung besitzen. „Das sind zwei wichtige Bereiche unserer zukünftigen Ausrichtung, die zudem oft zusammenspielen.“ Dass es die Stadtwerke ernst meinen mit der Weiterentwicklung ihrer internen Prozesse, zeigen sie auch während des Bewerbungsprozesses. „Im Unternehmen arbeiten wir weitgehend papierlos. Daher nehmen wir auch nur digitale Bewerbungen an. Und wenn Bewerber eine lange Anfahrt hätten, versuchen wir, Erstgespräche möglichst per Teams-Schaltung durchzuführen“, erklärt die Personalleiterin. Nach Vertragsabschluss warteten auf neue Mitarbeiter dann weitere Angebote wie Leasing-Räder und eine Kantine mit vegetarischen Gerichten und Zutaten aus der Region.
»Wir wollen auch intern unseren Beitrag dazu leisten, Energie bewusster zu nutzen und CO₂-Emissionen weiter zu senken.««
Leiterin Personalservice
Stadtwerke Bochum
Zudem ist es möglich, einen Teil der Arbeit im Homeoffice zu erledigen. „So können wir Fahrwege reduzieren. Zugleich erweitert sich für uns der Radius, aus dem wir Mitarbeiter anwerben können“, sagt Misterek. „Denn an den Tagen, die sie direkt vor Ort im Unternehmen verbringen müssen, nehmen engagierte Leute selbst längere Arbeitswege – gern mit dem ÖPNV und dem Firmenticket – in Kauf.“
Möglichkeiten, ein Unternehmen mit Blick auf Energie, Ressourcen und Emissionen weiterzuentwickeln, gibt es viele. Dabei geht es nicht darum, sofort zum Musterbetrieb zu werden. Schon erste einzelne Maßnahmen wie Geschäftsreisen per Bahn statt Inlandsflüge, Materialien mit geringerem Ressourceneinsatz oder die Umstellung auf eine effizientere Produktion können Emissionen und Energieverbrauch senken. Wichtig ist allerdings, dass Sie dies konkret kommunizieren. Nur dann können sowohl Jobsuchende als auch Kunden auf Ihr Engagement aufmerksam werden.
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