Willkommen in der Welt der digitalen Energie – Ihr neuer Stromzähler kommt!
Smart Meter kurz und knapp
Willkommen in der Welt der digitalen Energie – Ihr neuer Stromzähler kommt!
Smart Meter kurz und knapp
Ein intelligentes Messsystem – auch bekannt als iMSys oder Smart Meter – ist mehr als nur ein digitaler Stromzähler. Ein Smart Meter ist wie ein schlauer Assistent für Ihren Strom. Er misst, wie viel Energie Sie nutzen, und sendet die Daten automatisch weiter. Der alte Zähler wird ersetzt – einfach und modern.
Wer ist dran? Haushalte mit hohem Verbrauch (ab 6.000 kWh) oder einer Solaranlage sind zuerst dabei. Wer es schneller haben will, darf auch einen Smart Meter beauftragen.
Wie läuft es ab? Wir melden uns bei Ihnen. Der Einbau ist schnell und einfach. Oder Sie beauftragen es hier (Einbau dauert ca. 4 Monate).
Für alle, die noch mehr wissen möchten geht es hier lang. Hier gehen wir mit Ihnen noch weiter in die Details und die Welt der Smart Meter.
Weiterführende Informationen zu MsbG, EnWG und BSI
Der Gesetzgeber hat klare Kriterien festgelegt, wer zwingend ein intelligentes Messsystem erhalten muss (Rollout-Pflicht) und wer es optional nutzen kann. Ziel ist es, den sogenannten Pflicht-Rollout bis spätestens 2032 weitestgehend abzuschließen. Die Pflicht zur Ausstattung beginnt mit den größten Verbrauchern und Erzeugern.
| Anschlussnutzer | Kriterien | Rollout-Pflicht | Frist |
|---|---|---|---|
| Haushalte/Gewerbe mit hohem Stromverbrauch | Über 6.000 kWh Jahresverbrauch | Ja (verpflichtender Rollout) | Stufenweise: 20% bis Ende 2025; 50% bis Ende 2028; 95% bis Ende 2030. |
| Erzeugungsanlagen | Installierte Leistung über 7 kW | Ja (verpflichtender Rollout) | Stufenweise, parallel zum Verbrauch > 6.000 kWh. Neue Anlagen ab 7 kW brauchen iMSys plus Steuerungseinrichtung (ab 2025). |
| Steuerbare Geräte | Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (z. B. Wallboxen, Wärmepumpen) nach § 14a EnWG Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (z. B. Wallboxen, Wärmepumpen) nach § 14a EnWG | Ja (verpflichtender Rollout) | Priorisierter Rollout bis Ende 2028 (technische Voraussetzung für die Steuerung). |
| Geringverbraucher | Jahresverbrauch unter 6.000 kWh | Optional (auf Kundenwunsch) | Recht auf Einbau innerhalb von 4 Monaten (sog. Zählerwechsel auf Kundenwunsch). |
Für den Einbau und Betrieb der intelligenten Messsysteme (Smart Meter) in Bochum ist die Stadtwerke Bochum Netz GmbH zuständig. Sie ist der sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) im Netzgebiet Bochum.
Einbaukosten und Wirtschaftlichkeit
Wann rechnet sich der Smart-Meter-Einbau?
Intelligente Messsysteme (iMSys) sind die Basis für dynamische Stromtarife, wie beispielsweise den StadtwerkeFlex in Bochum. Im Zuge des Rollouts stellen sich oft Fragen nach den Kosten und der Wirtschaftlichkeit des neuen Zählers. Die folgende Übersicht schafft Klarheit über die gesetzlichen Vorgaben und die Sparpotenziale der Technologie.
Die Kosten für den intelligenten Zähler werden im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) geregelt. Sie setzen sich zusammen aus:
Wichtig: Der Einbau des Smart Meters im Rahmen des gesetzlichen Rollouts ist für den Anschlussnutzer kostenlos. Lediglich die laufenden jährlichen Kosten (Messentgelt) sind zu tragen. Diese sind vom Gesetzgeber gedeckelt.
Das rechnet sich: Sparen mit dem Smart Meter
Der Hauptnutzen des intelligenten Messsystems (Smart Meter) liegt in der Möglichkeit, dynamische Stromtarife zu nutzen. Das System misst den tatsächlichen Stromverbrauch alle 15 Minuten und ermöglicht so die Abrechnung zu den viertelstündlich wechselnden Börsenstrompreisen.
Mit einem intelligenten Zähler sind die viertelstündlichen Preise für den kommenden Tag einsehbar. Dies erlaubt die gezielte Steuerung und Verschiebung von energieintensiven Geräten (wie E-Auto laden, Waschmaschine starten oder die Wärmepumpe laufen lassen) in Zeiten, in denen der Strom an der Börse besonders günstig ist. Dies ist oft nachts oder bei hoher Produktion von Wind- und Sonnenstrom der Fall. Dieses flexible Vorgehen wird Lastverschiebung genannt.
Die jährlichen Mehrkosten für den Smart Meter sind durch geringfügige Verschiebungen des Verbrauchs schnell wieder eingespart.
Der Zusatznutzen übersteigt die geringen jährlichen Mehrkosten des Smart Meters in den meisten Fällen deutlich.
Intelligente Messsysteme (Smart Meter) sind mehr als nur digitale Stromzähler. Sie sind der Schlüssel zur aktiven Teilhabe an der Energiewende. Doch wie bei jeder neuen Technologie gibt es neben klaren Vorteilen auch Herausforderungen und Grenzen, die Sie als Verbraucher kennen sollten.
Der größte Nutzen der Smart Meter liegt in der Transparenz und den Sparmöglichkeiten, die sie eröffnen:
Trotz der klaren Vorteile sind einige technische und wirtschaftliche Punkte zu beachten:
Technische Integration und Smart Home Möglichkeiten
So wird der Smart Meter zum Herzstück in Ihrem Smart Home
Intelligente Messsysteme (iMSys) sind weit mehr als nur ein gesetzliches Muss - sie sind die zentrale Datenschnittstelle zur optimierten Steuerung der eigenen Energieflüsse. Die Technologie erlaubt es, Verbrauch und Erzeugung dynamisch zu verknüpfen und so maximale Effizienz zu erreichen.
Das Kernstück des iMSys ist das Smart Meter Gateway, das als gesicherte Kommunikationszentrale fungiert. Für die Integration in das lokale System sind folgende technische Aspekte relevant:
Das iMSys ist die zwingende Voraussetzung für ein effektives Home Energy Management System (HEMS). Ein HEMS nutzt die Messdaten des SMGW (Echtzeitverbrauch, Einspeisung) und kombiniert sie mit externen Informationen (z. B. Börsenstrompreise im StadtwerkeFlex-Tarif).
Konkrete Automatisierung-Beispiele:
| Komponente | Smart-Meter-Funktion | Nutzen |
|---|---|---|
| Wallbox / E-Auto | Übermittlung des aktuellen Börsenpreises | Lädt das Fahrzeug automatisch nur dann, wenn der Strompreis unter einen definierten Schwellenwert fällt. |
| PV und Batterie | Messung der aktuellen Einspeisung/des Verbrauchs | Steuert die Batterieladung so, dass die Speicherung bei hohen Preisen oder die Einspeisung bei niedriger lokaler Nachfrage optimiert wird. |
| Wärmepumpe | Steuerung über CLS-Schnittstelle / § 14a EnWG | Verschiebt den Betrieb zur Wärmespeicherung gezielt in Zeiten des niedrigsten Strompreises. |
| Laststeuerung | Erkennung von Lastspitzen | Verhindert Überlastung des Hausanschlusses, indem Großverbraucher intelligent koordiniert werden. |
Die Datensicherheit hat höchste Priorität und wird über die Smart Meter Gateway-Infrastruktur gewährleistet:
Das iMSys bietet somit die notwendige sichere und regulierte Infrastruktur, um komplexe Automatisierungsszenarien im Sinne einer effizienten Sektorenkopplung zu realisieren.
Abflauf: So erhalten Sie ein intelligentes Messsystem in Bochum
ACHTUNG: Diese Inhalte müssen noch abgestimmt werden!
Ablauf – so erhalten Sie ein intelligentes Messsystem
● Schritt-für-Schritt Anleitung grafisch darstellen (z. B.):
1. Anfrage / Antrag
2. Prüfung / Genehmigung
3. Termin & Einbau
4. Inbetriebnahme & Konfiguration
5. Nutzung und Monitoring
● Wie lange dauert das? (z. B. maximal 4 Monate Frist laut Regelungen)
● Was Sie als Kunde tun / vorbereiten müssen
● Wechsel des Messstellenbetreibers (falls relevant)
Häufige Fragen zu intelligenten Messsystemen.
Ein intelligentes Messsystem (iMSys) besteht neben der modernen Messeinrichtung aus einem Kommunikationsmodul, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway. Während eine moderne Messeinrichtung die Verbrauchsdaten nur anzeigt, kann das intelligente Messsystem die Daten zusätzlich fernübertragen.
Nein, Sie benötigen für die Nutzung eines intelligenten Messsystems (iMSys) keinen Internetzugang.
Ja, auch intelligente Messsysteme (iMSys) verbrauchen im geringen Maße Strom. Der Stromverbrauch der modernen Messeinrichtung wird allerdings nicht erfasst und Ihnen somit auch nicht in Rechnung gestellt. Der Stromverbrauch wird stattdessen vom Netzbetreiber getragen.
Das intelligente Messsystem ist ein Baustein der Energiewende. Wichtigstes Ziel dabei ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Intelligente Messsysteme erlauben Ihnen einen besseren Überblick über Ihren Stromverbrauch und sollen Sie dazu anregen, mit Energie bewusster umzugehen, um die Energieversorgung insgesamt effizienter zu gestalten.
Ein intelligentes Messsystem besteht aus einer modernen Messeinrichtung (Basiszähler) und dem Smart-Meter-Gateway (Kommunikationseinheit). Zusammen bilden sie das intelligente Messsystem.
Grundlage für die Einführung intelligenter Messsysteme ist das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz; MsbG).
Das MsbG ist im September 2016 in Kraft getreten.
Ja, intelligente Messsysteme sind geeicht.
Ein intelligentes Messsystem, abgekürzt auch iMSys genannt, besteht aus einer modernen Messeinrichtung (Basiszähler) und einem Smart-Meter-Gateway (Kommunikationseinheit).
Das intelligente Messsystem soll Ihnen einen besseren Überblick über Ihren Stromverbrauch ermöglichen und dazu anregen, bewusster mit Energie umzugehen, um die Energieversorgung insgesamt effizienter zu gestalten.
Ein intelligentes Messsystem sieht wie folgt aus:


Wird Ihr Stromverbrauch über ein intelligentes Messsystem (iMSys) erfasst, ist zu beachten, dass An- und Abmeldungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben nur tagesaktuell vorgenommen werden können. Eine rückwirkende An- und Abmeldung ist nicht möglich.
Der Stromverbrauch wird alle Viertelstunde erhoben und einmal täglich durch das Smart-Meter-Gateway an die berechtigten Marktteilnehmer (Energielieferant, Netzbetreiber) übertragen. Die Marktteilnehmer benötigen diese Daten zur Bilanzierung der Strommengen und zur Netzbilanzierung.
Ihr Stromverbrauch wird alle Viertelstunde erhoben und einmal täglich über das sogenannte Smart-Meter-Gateway an die zuständigen Marktteilnehmer (Lieferant, Netzbetreiber) übermittelt.
Weitere Informationen zum intelligenten Messsystem (iMSys) finden Sie im FAQ-Bereich des zuständigen Netzbetreibers der Stadtwerke Bochum Netz GmbH.
Die Eichgültigkeit für intelligente Messsysteme (iMSys) beträgt acht Jahre.