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  • Wie grün sind deine Blätter?
    Nachhaltige Weihnachten

Berge aus Geschenkpapier, jede Menge Plastikdeko und ein Weihnachtsbaum frisch aus der überdüngten Monokultur-Plantage – Weihnachten kann die Umwelt ganz schön strapazieren. Hier einige Tipps, wie es besser geht.

Wie grün sind deine Blätter?" – das ist nicht nur eine Frage, die in einem der bekanntesten und beliebtesten deutschen Weihnachtslieder, „O Tannenbaum“, vorkommt. Es ist eine Frage, die sich viele von uns vor dem Fest der Feste stellen. Denn weil Weihnachten in den vergangenen Jahrzehnten sehr kommerzielle Auswüchse entwickelt hat, stellen sich mehr Menschen als je zuvor die Frage, wie man es etwas nachhaltiger und mit geringerem ökologischen Fußabdruck gestalten kann. Mit unseren Tipps gelingt das bestimmt!

Geschenke shoppen

Online-Shoppen boomt und eine Recherche des WDR zeigte 2018, dass das Einkaufen via Klick – je nach Produkt – sogar die klimafreundliche Variante sein kann. Denn Berechnungen des Öko-Institutes machten deutlich, dass etwa bei einem Onlinekauf von Schuhen weniger CO2 anfällt als bei einer Shoppingtour in der City. Das hat damit zu tun, dass das Warenlager und der Versand nicht so viel Energie verbrauchen, wie es ein großes, dauerbeheiztes Schuhgeschäft in der Stadt tut. Wer dann noch mit dem Auto in die City fährt, verschlechtert seine Öko-Bilanz zusätzlich. Doch ganz so einfach ist es mit der Bilanz nicht: Denn sobald man online bestellt, fällt viel Verpackungsmüll an – und wer die Ware wieder retour schickt, verschlechtert den CO2-Ausstoß rasant, produziert damit weitere Müllberge und ist dann gar nicht mehr nachhaltig. Denn oft wird die Retourware einfach entsorgt.

 

Was also hilft wirklich? Erstens: Ziehen Sie regionale Produkte vor. Zweitens: Unterstützen Sie den lokalen Handel, sonst veröden die Innenstädte. Und drittens: Sollten Sie online nach Geschenken suchen, nutzen Sie doch dazu mal eine grüne Suchmaschine wie zum Beispiel Ecosia.com.

In Packpapier gehüllte Päckchen (Foto: kobeza/Shutterstock.com)
Resteverwertung

Nicht immer muss es buntes Geschenkpapier sein – Packpapier tut's auch!

Das Geschenkpapier

Die Bescherung ist vorbei und das Wohnzimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld: das aufgerissene Geschenkpapier, noch schnell vorher gekauft, liegt verteilt auf dem Boden. Dazu Plastikschleifen, Tesafilmreste – jede Menge Müll, der nicht immer einfach zu recyceln ist. Geht auch anders: Nutzen Sie zum Beispiel umweltfreundliches Packpapier, das können Sie noch individuell kreativ bemalen. Denn Papier ist in der Herstellung besonders energieintensiv und somit nicht nachhaltig. Laut Umweltbundesamt verbraucht eine Tonne Papier genauso viel Energie wie eine Tonne Stahl. Recyceltes Papier verbraucht immerhin nur halb so viel Energie und ein Drittel weniger Wasser als normales Papier. Besser ist es, wenn Sie also Geschenkepapiertüten kaufen, die man oft wiederverwerten kann. Auch altes Zeitungspapier lässt sich noch dekorativ als Geschenkverpackung nutzen. Oder Sie verzichten am besten ganz auf Papier und nutzen Geschänkesäckchen aus Stoff. Und vielleicht muss das Plastik-Geschenkband doch nicht sein.

Der Baum

Laut Einzelhandel werden pro Jahr etwas mehr als 28 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft. Die meisten sind schnell hochgezüchtete Nadelbäume aus Monokulturen, die nach dem Fest auf dem Müll landen. Umweltfreundlicher ist, wenn Sie sich einen Baum aus der Region mit Wurzeln kaufen, der nachher eventuell im eigenen Garten eingepflanzt werden kann. Oder Sie achten darauf, dass Sie einen Baum mit einem Ökosiegel – FSC, Demeter, Naturland – erwerben. Diese Exemplare sind so angepflanzt, dass sie ohne Pestizide und Herbizide auskommen. So werden Pflanzen und Tiere geschont.

Weihnachtsbaum im Topf (Foto: Didecs/Shutterstock.com)
Baum im Topf

Wählen Sie ein Weihnachtsbäumchen, das seine Wurzeln noch besitzt, können Sie es später im Garten einpflanzen.

Die Beleuchtung

Was wäre Weihnachten ohne stimmungsvolle Beleuchtung? Ohne das Blinken und Leuchten überall wäre die dunkle Jahreszeit ja noch trister. Aber manche Deko-Lichter sind wahre Energiefresser. Wie wäre es, wenn Sie ihren Baum mit Kerzen aus Bienenwachs schmücken, die Sie dann für eine gewisse Zeit anzünden. Der Vorteil: Das verbraucht keinen Strom und sie inszenieren diesen Kerzen-Moment ganz bewusst. Wenn Sie aus Sicherheitsgründen lieber eine Lichterkette nutzen möchten, dann greifen Sie auf energiesparende LED-Lichter zurück. Und: Verwenden Sie eine Zeitschaltuhr, so ist sichergestellt, dass nachts nichts Strom verbraucht, was eh keiner sieht. Sie möchten es sicher und nachhaltig zugleich funkeln lassen? Hier geht es zu unseren Tipps für die Weihnachtsbeleuchtung.

Das Essen

Beim Weihnachtsessen scheiden sich die Geister. Fisch? Fleisch? Würstchen mit Kartoffelsalat? Zu welcher Fraktion Sie auch gehören, sollte bei Ihnen ein Tier auf den Teller kommen, dann können Sie auf Folgendes achten, um nachhaltig zu speisen: Kaufen Sie Gänse besser in der etwas teureren Bio-Variante. Denn die preiswerten stammen oft aus dem Ausland, sind voll mit Medikamenten und wurden unter Zwangsernährung gemästet. Wer Fisch serviert, ist mit heimischem Karpfen oder einer europäischen Forelle gut beraten – hier auf das MSC-Siegel achten. Wer auf einen deftigen Braten setzt, sollte ebenfalls auf Bioqualität achten.

Weihnachtsente (Foto: Dar1930/Shutterstock.com)
Bio-Braten

Fleisch ist zwar generell teuer geworden – doch am Festessen möchten viele Menschen nicht sparen.

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