07.08.2026
Auch auf längeren Geschäftsreisen ist das Elektroauto heute ein zuverlässiger Begleiter. Mit der richtigen Planung wird die Fahrt ebenso angenehm wie nachhaltig. Till Westermann vom ADAC Westfalen hat Tipps, wie Sie mit Strom fahren, ohne dabei unter Strom zu stehen.
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Ob Kundentermin in Hamburg, Messe in München oder Meeting in den Niederlanden: Dienstreisen mit dem Elektroauto sind heute für viele schon Alltag. Denn moderne Stromer der Mittel- und Oberklasse bieten inzwischen Reichweiten von 500 bis 700 Kilometern. Zugleich gibt es immer mehr Ladeinfrastruktur samt Schnellladern. Rund 49.000 Schnellladepunkte stehen zurzeit allein in Deutschland zur Verfügung. „Die Sorge, unterwegs keine Lademöglichkeit zu finden, ist deshalb unbegründet“, sagt Till Westermann, Pressesprecher des ADAC Westfalen. Auch Geschäftsreisen ins benachbarte Ausland sind problemlos möglich: Europaweit gibt es rund 1,1 Millionen öffentliche Ladepunkte, darunter mehr als 190.000 Schnellladepunkte.
„Die Sorge, unterwegs keine Lademöglichkeit zu finden, ist unbegründet“, sagt Till Westermann vom ADAC.
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Besonders dicht ist das Ladenetz in den Niederlanden und in Luxemburg, auch Dänemark, Österreich und die Schweiz sind gut aufgestellt. In Ländern wie Polen oder Frankreich ist bei Fahrten etwas mehr Planung nötig. „Das gilt vor allem auf Routen abseits der Autobahnen. Hier sollte man außerdem besonders darauf achten, ob das Hotel eine Lademöglichkeit bietet“, rät Westermann. Wer nach Frankreich reist, muss außerdem an die Umweltplakette denken, die dort in vielen großen Städten selbst für E-Autos Pflicht ist. Dafür kann man sich zum Beispiel beim französischen Verkehrsministerium online registrieren.
Mit diesen fünf Tipps gehen Sie gelassen auf Tour:
Bevor Sie die Reise antreten, sollten Sie Ihre Route planen. Viele moderne Navigationssysteme rechnen Ladestopps inzwischen automatisch ein und berücksichtigen dabei Reichweite, Akkustand und passende Schnelllader. Ansonsten liefern Lade-Apps aktuelle Informationen zur Verfügbarkeit der Stationen. Sinnvoll ist es, für alle Fälle einen alternativen Ladepunkt entlang der Strecke einzuplanen.
Ein vollständig geladener Akku schafft Sicherheit für die erste Etappe. Er sollte aber nie nahezu leergefahren sein, bevor Sie die nächste Ladesäule ansteuern. „Sie könnte ausfallen oder besetzt sein. Um eine Lade-Alternative zu erreichen, brauchen Sie genügend Batteriekapazität“, so Westermann. Zudem beeinflussen Faktoren wie Außentemperatur, Tempo und Klimaanlage die tatsächliche Reichweite.
An Schnellladesäulen ist der Akku je nach Fahrzeug oft schon nach 15 bis 30 Minuten wieder zu rund 80 Prozent geladen. Perfekt für eine Kaffee- oder Imbisspause, ein Telefonat oder das Beantworten von E-Mails. So wird der Ladestopp kein Zeitverlust, sondern eine sinnvolle Fahrpause. Praktisch ist auch das Laden beim Kunden oder während der Mittagspause – viele Unternehmen verfügen inzwischen über eigene Ladepunkte. Zudem muss der Akku nicht immer komplett vollgeladen werden. Mehrere Teilladungen verkürzen in Summe die Ladezeit. Denn die letzten paar Prozent dauern am längsten.
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Lade-Apps und Ladekarten funktionieren grundsätzlich europaweit. Sie können das Stromtanken durch Gebühren aber teurer machen. Daher lohnt sich vor Reisebeginn ein Blick auf regionale Tarife oder Roaming-Angebote. „Sicherheitshalber sollten Sie prüfen, ob Ihre Ladekarte tatsächlich eine Roamingfunktion hat und zugleich nachfragen, ob Ihr Unternehmen für bestimmte Länder spezielle Karten bereithält“, erklärt Westermann.
Bezahlt wird der Ladestrom meist per App, Ladekarte oder – an vielen der neueren Ladesäulen – direkt mit Kreditkarte. Dank einheitlicher Steckersysteme funktioniert das Laden nahezu überall nach dem gleichen Prinzip: Typ 2 fürs Normalladen, CCS fürs Schnelladen.
Immer mehr Hotels und Tagungsstätten bieten Wallboxen oder Ladesäulen an. Wer sein Fahrzeug über Nacht lädt, startet am nächsten Morgen ohne zeitnahen Ladestopp zum anstehenden Termin. Auf vielen Buchungsportalen gibt es mittlerweile Filter für die gezielte Suche nach Unterkünften mit E-Lademöglichkeit. Gute Fahrt!
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