20.02.2026
Reicht ein Normallader oder muss es ein Schnelllader sein? Die einen sind kostengünstiger, die anderen machen mehr Tempo. Und brauchen Lkw unbedingt Hochleistungssäulen? Wir sagen Ihnen, wann sich welche Ladelösung für Unternehmen lohnt.
Foto oben: Martin Leclaire
Wer sich aktuelle Mobilitätsstatistiken ansieht, stellt fest: Immer mehr Fahrzeuge sind elektrisch unterwegs. Vor allem Unternehmen sind daran interessiert, ihre Flotte mit E-Antrieb auf der Straße rollen zu lassen. Zunehmend rücken dabei auch Nutzfahrzeuge in den Fokus. Und selbst schwere E-Lkw kommen in Fahrt. In China werden sie in diesem Jahr sogar schon die Mehrheit der neu zugelassenen Lkw bilden. Eine Entwicklung, die auch auf Deutschland übergreifen dürfte – zumal der Bund kürzlich die Mautbefreiung für E-Lkw bis 2031 verlängert hat.
Fabienne Müller rät dazu, die Ladeinfrastruktur passgenau auf die Anforderungen des Fuhrparks hin zu dimensionieren.
Foto: Sascha Kreklau
Rasch stellt sich da die Frage nach der passenden Ladelösung. Reicht eine normale AC-Ladesäule aus, oder sollte es lieber ein DC-Schnelllader sein? Der ist zwar schneller und leistungsfähiger, aber technisch aufwändiger und teurer.
„Welche Ladeinfrastruktur sinnvoll ist, hängt immer von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab“, erklärt Fabienne Müller, Vertriebsmanagerin Elektromobilität der Stadtwerke Bochum. „Fahrzeugtyp, Lade- und Standzeiten sowie die zurückgelegten Strecken spielen dabei eine entscheidende Rolle.“ Nicht immer ist eine Schnellladeinfrastruktur zwingend erforderlich – in vielen Fällen reicht eine Lösung aus, die auf die tatsächlichen Anforderungen des Fuhrparks zugeschnitten ist.
So reichen für Mitarbeiterfahrzeuge in der Regel AC-Ladesäulen aus. Hier können die Autos während der Arbeitszeit tagsüber aufladen. Bei Pkw für den Außendienst und selbst bei Nutzfahrzeugen reicht langsames Laden ebenfalls oft aus: Bleiben sie nachts im Depot, können sie per AC-Laden mit elf bis 22 Kilowatt (kW) ihre Akkus über Nacht vollständig füllen. Ohne Zeitdruck und zu überschaubaren Kosten.
Anders sieht es aus, wenn Fahrzeuge tagsüber mehrfach im Einsatz sind oder zwischen zwei Touren nur kurze Standzeiten haben. „Dann kann es sinnvoll sein, einen DC-Lader dazu zunehmen, um schnell genug Energie bereitzustellen“, sagt Müller
Vor der Installation von Ladeinfrastruktur sollten Sie deshalb einige Fragen klären:
„Ist das alles bedacht, lässt sich Ladeinfrastruktur wirtschaftlich und zukunftsfähig planen“, so Müller
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen empfiehlt sie, die Ladeinfrastruktur genau am tatsächlichen Bedarf auszurichten: „AC-Ladelösungen sind in vielen Fällen ausreichend, während DC-Ladestationen gezielt dort eingesetzt werden sollten, wo sie wirklich benötigt werden.“ So lassen sich die Kosten optimal steuern. Zudem sollen Fördermittel des Landes NRW in diesem Jahr wieder zur Verfügung stehen und die Investitionen in Ladeinfrastruktur zusätzlich unterstützen.
Wenn auch Sie auf Elektromobilität setzen möchten, unterstützt Fabienne Müller Sie gerne. Gemeinsam mit Ihnen analysiert sie Ihren Bedarf – und plant Ladelösungen, die sich lohnen.
AC-Säule (bis 22 kW)
DC-Säule (50 bis 100 kW)
Hochleistungs-DC-Säule (ab 100 kW) für Lkw
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