• Frühlingsgefühl-E
    Der Boom der Elektroautos

Der Frühling ist da, und es schießen nicht nur Blumen und Gräser in die Höhe, sondern auch die Verkaufszahlen der Elektroautos. Finanzielle Anreize und technischer Fortschritt fördern den Boom, aber auch eine Vielzahl neuer Modelle für jeden Geschmack und Geldbeutel. Wir haben uns umgeschaut, was Autofahrern jetzt Gutes blüht.
 

Auf einmal boomen die Stromer. Nachdem Deutschland seine ambitionierten E-Mobilitäts-Ziele lange verfehlt hat, ist nun der Turbo zugeschaltet: 2020 wurden rund 400.000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb in Deutschland zugelassen. Im Januar 2021 hatte schon mehr als jedes fünfte neu zugelassene Auto einen Elektroantrieb – Prognosen zufolge wird es bis Ende des Jahres sogar jedes vierte sein.

Volle Ladung Zukunft

Alexandra Böhm setzt am Hotel Mercure in Lüdenscheid auf Elektromobilität.

Der enorme Schub begann im vergangenen Sommer, als die finanziellen Anreize deutlich erhöht wurden. Seither gibt es für reine E-Autos bis zu 9.000 Euro Kaufprämie. Zudem sind sie zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, und wer einen Stromer als Dienstwagen fährt, muss für die private Nutzung pauschal nur 0,25 Prozent statt des sonst üblichen einen Prozents des Listenpreises beim Finanzamt ansetzen.

Doch die Fördergelder, die es auch für Ladetechnik gibt, sind nicht die einzige Ursache für die Trendwende. Fast jeder, der schon mal am Steuer eines E-Autos saß, ist begeistert vom Fahrgefühl. Weil der E-Motor aus dem Stand mit maximalem Drehmoment beschleunigt, lassen selbst kleine Stromer konventionelle Sportwagen stehen, wenn die Ampel auf Grün springt.

Gleichzeitig sind die meisten Argumente entfallen, die die Elektromobilität bislang ausbremsten: „Die Reichweite vieler E-Fahrzeuge liegt bereits sehr nah an der von Verbrennern“, sagt Prof. Achim Kampker, der sich an der RWTH Aachen mit Komponenten für E-Mobilität befasst. Die Energiebilanz der Batterieherstellung – und damit die Klimabilanz der Fahrzeuge – werde immer besser. „Und auch die Ladezeiten mit 15 bis 20 Minuten sind inzwischen gut realisierbar“, so Kampker.

 »Die Reichweite liegt bereits sehr nah an der von Verbrennern.«

ACHIM KAMPKER

Experte für E-Mobilität

Die Hersteller haben ihre Prioritäten mittlerweile neu sortiert. Volvo will ab 2030 nur noch reine Elektroautos verkaufen, Volkswagen hat eine „E-Offensive“ ausgerufen und will bis 2023 mehr als 1,5 Millionen E-Fahrzeuge im Jahr produzieren. Für Autofahrer bedeutet das: freie Wahl. Weil es inzwischen in allen Fahrzeugklassen auch Modelle mit Elektromotor gibt, ist die klima- und steuerfreundliche Technologie längst auch für Unternehmen attraktiv: ob für die Kleinwagenflotte des Pflegedienstes, den Kastenwagen des Handwerksbetriebs oder die Limousine des Geschäftsführers.

„Unsere Gäste legen Wert auf Nachhaltigkeit – genau wie wir. Mit den Ladestationen am Hotel wollen wir unseren Teil zur Mobilitätswende beitragen. Hier kann jeder Ökostrom tanken, nicht nur Kunden und Mitarbeiter.“

Alexandra Böhm, Business Development Managerin Langdor Hotel GmbH (Mercure Lüdenscheid)

Für jeden das passende Modell

Lust, umzusteigen? Wir stellen Ihnen die interessantesten neuen Elektrofahrzeuge des Jahres 2021 vor.

Kompakter Luxus: Mercedes EQA
Foto: Daimler

Typ: Kompakt-SUV

Max. Reichweite: 486 km

Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

Länge: 4,46 m

Preis: ca. 47.500 Euro (ca. 38.500)*

Perfekt für: Komfort-Liebhaber

Rundum praktisch: Renault Kangoo Z. E.
Foto: Renault

Typ: Kleintransporter

Max. Reichweite: 270 km

Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Länge: 4,28 m

Preis: ca. 36.000 Euro (ca. 27.000 Euro)*

Perfekt für: regionale Lieferfahrten

Familienkutsche: VW ID.4
Foto: Volkswagen

Typ: SUV

Max. Reichweite: 346 km

Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

Länge:ca. 4,58 m

Preis: ca. 37.000 Euro (ca. 28.000 Euro)*

Perfekt für: viel Gepäck

Sportlich Luxuriös: Audi e-tron GT Quattro
Foto: Audi

Typ: Sportwagen

Max. Reichweite: 488 km

Höchstgeschwindigkeit: 245 km/h

Länge: 4,99 m

Preis: ca. 100.000 Euro (keine Umweltprämie)

Perfekt für: sportliche Fahrer – mit finanzieller Unabhängigkeit

Zum Kampfpreis: Dacia Spring Electric
Foto: Dacia

Typ: Mini-SUV

Max. Reichweite: 225 km

Höchstgeschwindigkeit: 125 km/h

Länge: 3,73 m

Preis: ca. 19.000 Euro (ca. 10.000 Euro)*

Perfekt für: Pragmatiker, die keinen Firlefanz brauchen

Raumwunder: Citroën ë-Spacetourer
Foto: Citroën

Typ: Van

Max. Reichweite: 230 km

Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Länge: 4,60 m

Preis: ca. 50.000 Euro (ca. 42.500 Euro)*

Perfekt für: Business und Großfamilie

Tesla-Jäger: BMW i4
Foto: BMW

Typ: Gran Coupé

Max. Reichweite: 600 km

Höchstgeschwindigkeit: > 200 km/h

Länge: ca. 4,60 m

Preis: noch nicht bekannt

Perfekt für: lange Fahrten

Markant und innovativ: Hyundai Ioniq 5
Foto: Hyundai

Typ: Crossover Utility Vehicle

Max. Reichweite: ca. 400 km

Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h

Länge: ca. 4,64 m

Preis: ca. 42.000 Euro (ca. 33.000 Euro)*

Perfekt für: Ungeduldige – lädt 100 km Reichweite in 5 Minuten

Alle Angaben ca.-Angaben ohne Gewähr; jeweils basierend auf der Einstiegsversion.

* In Klammern jeweils die Preise unter Berücksichtigung der Umweltprämie: 9.000 Euro bis 40.000 Euro Netto-Listenpreis, 7.500 Euro über 40.000 und bis 65.000 Euro, keine Prämie darüber.

Ihre Gewinnchance!

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Schneller, kleiner, weiter

Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Effizienz, Größe, Exklusivität: Manche Hersteller loten gerade die Grenzen der E-Mobilität aus. Fünf Elektroautos der Extreme – manche noch im Entwicklungsstadium, andere kurz vor dem Markteintritt.

Foto: Aptera
Der Grünste: Aptera
Technisch gesehen ist der dreirädrige Aptera kein Auto, dafür laut Hersteller das erste „Nie-Lade-Fahrzeug“ der Welt: Das Solardach soll genug Energie für den Alltag liefern – und bei Langstrecken hilft die Batterie aus. (Ähnliches Konzept, aber vier Räder: das Auto des deutschen Start-ups Sion Motors.)
Foto: Rimac Automobili
Der Exklusivste: Hypercar Rimac C2
412 km/h, 1.914 PS, mehr als eine Million Euro teuer: Die einzigen niedrigen Kennzahlen dieses Supersportwagens mit schwäbischem Fahrwerk sind die Beschleunigung (unter 2 Sek. von 0 auf 100) und die Auflage: 100 bis 150 Stück.
Foto: Piëch
Der Schnellste: Piëch Mark Zero
Mit seinen 611 PS düst der zweisitzige E-Sportwagen mit 250 km/h über die Autobahn. Vor allem aber ist er der schnellste an der Ladesäule: Dank innovativer Batterietechnik soll der Piëch Mark Zero in unter fünf Minuten von 0 auf 80 Prozent Kapazität aufladbar sein.
 Foto: City Transformer
Der Kleinste: City Transformer
Auf Knopfdruck und binnen Sekunden schrumpft der ohnehin schon schmale City Transformer auf einen Meter Breite – dünn genug für einen Motorradparkplatz. Mit dem faltbaren Elektroauto will das gleichnamige israelische Start-up urbane Mobilität revolutionieren.
Foto: Daimler
Der Reichenweitenstärkste: Mercedes EQS
Der elektrische Ableger der S-Klasse von Mercedes soll mit einer 100 kWh starken Batterie kommen. Wenn sie den EQS (auf dem Foto: die Studie Vision EQS) wie angekündigt 700 Kilometer weit bringt, wäre er das reichweitenstärkste Elektroauto überhaupt – und sehr wahrscheinlich auch das luxuriöseste.

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Erschienen im Geschäftskundenmagazin ener.go 1/21

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