04.05.2026
Ein modernes Mehrzweckgebäude und eine Kita, eingebettet in einen grünen Campus: Mit seinem neuesten Bauvorhaben bringt die VINZENZ-Gruppe Leben ins Quartier rund um den Imbuschplatz. Bewusst setzt der Träger der Kinder- und Jugendhilfe dabei auf ein nachhaltiges Konzept – und Fernwärme von den Stadtwerken Bochum.
Foto oben: Sascha Kreklau
Es begann mit einem Säuglings- und Waisenheim: Im Jahr 1887 errichtete der Orden der Vinzentinerinnen ein Haus, um Kinder in Not zu betreuen. 140 Jahre später ist die VINZENZ-Gruppe einer der wichtigsten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Bochum. Das pädagogische Angebot hat sich seither ebenso weiterentwickelt wie die Energieversorgung. Heizten die Ordensschwestern damals noch mit Kohleöfen, setzt VINZENZ heute auf moderne Technik der Stadtwerke Bochum.
„Genau wie bei unseren stationären und ambulanten Formaten haben wir auch beim Thema Heizen den Anspruch, zukunftsorientiert zu handeln“, erklärt Petra Funke aus der Geschäftsführung. „Als langjähriger Partner versorgen uns die Stadtwerke an all unseren dreizehn Standorten mit Wärme. Außerdem unterstützen sie uns immer wieder ideell – etwa mit Spenden oder im Rahmen von Social Days.“
Zukunftsprojekt: VINZENZ baut in Bochum ein neues Mehrzweckgebäude und die erste eigene Kita.
Foto: Sascha Kreklau
Klar also, dass die Stadtwerke auch beim neuesten Vorhaben mitwirken: Gut erreichbar, direkt am Innenstadtring und neben der VINZENZ-Geschäftsstelle am Imbuschplatz gelegen, bauen Petra Funke und ihr Team ein Gebäude, das künftig Wohngruppen und ambulante Dienste der Kinder- und Jugendhilfe beherbergt, aber auch Mieteinheiten und Räume für pädagogische Fortbildungen bietet. Nebenan entsteht eine Kita mit großem Garten und 95 Betreuungsplätzen. Beide Gebäude gliedern sich ein in einen autofreien Campus mit viel Grün.
Geschäftsführer Daniel Krause ist stolz auf das Konzept und die Vision, die hier Gestalt annimmt: einen Ort der Begegnung für alle Menschen zu schaffen, die die Angebote des VINZENZ nutzen.
Gemeinsam mit den Stadtwerke-Wärmeexperten um Hartmut Conrad suchte das Bauherrenteam nach einer passenden Heizung. Bald war klar: Auch das neue Gebäude am Ring wird künftig mit Fernwärme beheizt. So wie das Bestandsgebäude nebenan, das diese Wärmequelle schon seit 1965 nutzt – und damit fast so lange, wie es in der Stadt Fernwärme gibt.
„Uns war eine langlebige und sichere Heizung wichtig, die unseren Neubau auch bei Lastspitzen zuverlässig versorgt“, sagt Daniel Krause. „Fernwärme kann das und ist dabei sehr unkompliziert.“ Mit Fernwärme gibt es nämlich keinen Kessel oder Tank mehr im Gebäude, sondern nur noch eine kompakte Wärmeübergabe-Station. Der Vorteil: Die Anlage benötigt sehr wenig Wartung. Das spart Aufwand und Kosten.
Die VINZENZ-Gruppe gestaltet Kinder- und Jugendhilfe in Bochum. Zum Angebot gehören stationäre Wohngruppen, die Arbeit mit Pflegefamilien sowie ambulante Hilfen – von Elterntrainings über Familientherapien bis hin zu Gruppenangeboten, zum Beispiel für Kinder psychisch erkrankter Eltern oder schulabsente Schüler*innen. Darüber hinaus bietet die VINZENZ-Akademie praxisnahe Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte. Außerdem neu ab Herbst 2026: die erste eigene Kita.
Die Stadtwerke Bochum gewinnen ihre Fernwärme in Heizkraftwerken. Sie nutzen dafür Erdgas oder Deponiegas und immer öfter regenerative Quellen. „100 Prozent grün ist diese Heizmethode momentan noch nicht“, sagt Petra Funke. „Aber wir verfolgen einen klaren Plan, um unsere Fernwärme klimaschonender zu machen“, betont Hartmut Conrad.
Damit wird das Heizen auch lokaler: „Fernwärme stammt perspektivisch nur noch aus regionalen Quellen. Damit ist niemand mehr von Energie-Importen aus dem Ausland abhängig“, so Hartmut Conrad. Das passt zur VINZENZ-Gruppe, die mit ganzem Herzen in Bochum verwurzelt und ausschließlich in Bochum tätig ist. Viele gute Gründe also, auf Fernwärme zu setzen. „Damit machen wir uns natürlich ein stückweit von einem System abhängig. Aber das Zusammenspiel aus Komfort, Effizienz und der jahrelang guten Betreuung durch die Stadtwerke gibt uns die Sicherheit, dass wir mit Fernwärme langfristig richtig aufgestellt sind“, betont Petra Funke.
Starkes Team: In Energiefragen vertrauen Petra Funke und Daniel Krause dem Stadtwerke-Wärmeexperten Hartmut Conrad (Mitte).
Foto: Sascha Kreklau
Für die neue „Vinzelino“-Kita baut das Team auf eine Wärmelösung mit zwei Bausteinen. Das Konzept sieht eine effiziente Luft-Wärmepumpe vor, die den täglichen Grundbedarf deckt. Fällt die Wärmepumpe wegen eines technischen Problems aus oder steigt der Wärmebedarf kurzfristig ungewöhnlich stark, springt Fernwärme ein. „Denn unsere Kinder sollen auf keinen Fall im Kalten sitzen“, betont Petra Funke. Auch beim Thema Strom geht VINZENZ einen zukunftsfähigen Weg: „Wir planen eine große PV-Anlage – inklusiver eigener Trafostation, die den Sonnenstrom an die umliegenden Gebäude verteilt“, berichtet Petra Funke
Sonnige Aussichten also für alle, die bald in den neuen Gebäuden leben, lernen, spielen und arbeiten. Schon im September öffnet die Kita zum ersten Mal ihre Türen, das Gebäude am Ring voraussichtlich im Januar 2027. Ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte vom Bochumer VINZENZ beginnt.
Das Fernwärmenetz in Bochum reicht von Gerthe im Norden über die Innenstadt und Ehrenfeld bis in den Süden im Bereich Querenburg rund um die Uni. Dort arbeiten wir schon heute daran, das Netz zu verdichten und immer mehr Haushalte anzuschließen. Im Zuge der kommunalen Wärmeplanung kommen weitere Gebiete hinzu. Profitieren auch Sie von den Vorteilen:
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