• Die Zukunft ist smart
    Millionenförderung für Smart City Bochum

Alle reden von Digitalisierung – die Stadt Bochum setzt sie konsequent um. Mit ihrem Smart-City-Konzept hat sie nun auch auf Bundesebene überzeugen können: Eine Förderung in Millionenhöhe wird dabei helfen, das Modellprojekt zum Erfolg zu führen. Aber was hat es damit eigentlich auf sich?
 

Wer in Bochum lebt, der hat die ersten Schritte hin zur Smart City bereits in der jüngeren Vergangenheit in seinem Alltag erlebt: in Form des digitalen Parkraum-Managements oder des freien WLANs in der Stadt zum Beispiel. Doch all das ist nur der Anfang – und jetzt geht es richtig los.

 

Im März 2021 hat der Rat der Stadt ein Konzept beschlossen, mit dem Bochum zur Smart City im ganz umfassenden Sinne werden soll. Bereits im Mai folgte die Gründung der Smart City Innovation Unit (SCIU), die – in dieser Form einzigartig in Deutschland – eine Art „Turbo“ für die digitale Transformation darstellt. Dem Team gehören Mitarbeiter*innen aller städtischen Töchter an. „Wir identifizieren und priorisieren Projekte, die an den Start gebracht oder beschleunigt werden sollen“, erläutert Rolf Hartung, der für die Stadtwerke Bochum zur SCIU dazugestoßen ist.

 

Den Stadtwerken kommt eine wichtige Rolle in der SCIU zu. Denn einige der Leitthemen (siehe Grafik) sind ohne den städtischen Versorger gar nicht denkbar, „Zukunftsfähige Infrastruktur“ etwa oder „Nachhaltige Mobilität & Umwelt“.

Bochum digital

In ihrem Smart-City-Konzept hat die Stadt fünf Leitthemen festgelegt, zu denen konkrete Digitalisierungsprojekte angestoßen werden.

Bochum als Vorreiterin für modernes Stadtmanagement

Dass das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) das Bochumer Projekt nun als eines von 28 in diesem Jahr fördert, ist für Rolf Hartung die Bestätigung dafür, dass die Stadt ein tragfähiges Konzept mit Hand und Fuß entwickelt hat. Die genaue Höhe der Fördersumme steht noch nicht fest. Das von der Stadt eingereichte Projekt umfasst ein Volumen von insgesamt 15,2 Millionen Euro. Der BMI-Zuschuss kann bis zu 65 Prozent betragen.

 

Auch an der Stadtspitze ist die Freude über die Förderzusage groß. Sie sei „ein toller Erfolg für Bochum“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Damit erhält unser Anspruch Rückenwind, Bochum zur Vorreiterin modernen Stadtmanagement zu machen.“

Für Bürger*innen und Unternehmen wird sich die Smart City in den kommenden Jahren vor allem durch immer bessere digitale Services der Stadt und ihrer Beteiligungsunternehmen bemerkbar machen. Denn das Projekt ist kein Selbstzweck: Es soll die Stadt noch lebenswerter machen und Unternehmen noch bessere Rahmenbedingungen für innovatives und zukunftsorientiertes Wirtschaften bieten.

 

Damit das gelingt, gibt es eine Menge zu tun. „In der SCIU haben wir uns bereits 89 Einzelprojekte angesehen“, so Rolf Hartung. „Wir prüfen sie auf ihre Machbarkeit und bringen sie dann auf den Weg oder schauen, wenn sie bereits laufen, wie die Umsetzung schneller zum Ziel kommen kann.“ Das Ganze passiert nicht im stillen Kämmerlein: „Wir entwickeln die Smart City Bochum gemeinsam mit den Bürger*innen und den Unternehmen unserer Stadt.“

 

Unternehmen werden aktiv beteiligt

Im Sommer 2021 hat bereits eine Bürger*innenkonferenz stattgefunden, bei der die SCIU-Mitglieder vor allem zugehört und Impulse aufgenommen haben. Bei einer weiteren Veranstaltung werden demnächst auch die Firmen vor Ort ins Boot geholt. „Dort sollen sie die Gelegenheit bekommen, mehr über das Projekt zu erfahren, sich zu vernetzen und zu Smart-City-Themen in den Austausch zu treten“, sagt Rolf Hartung. „Denn wir wollen so viele Akteure wie möglich einbinden und uns mit ihnen gemeinsam auf den Weg machen. Nur so wird die Smart City Bochum zum Erfolgsmodell.“

„Wir entwickeln die Smart City Bochum gemeinsam mit den Bürger*innen und den Unternehmen unserer Stadt. Wir wollen so viele Akteure wie möglich einbinden und uns mit ihnen gemeinsam auf den Weg machen. Nur so wird die Smart City zum Erfolgsmodell.“

Rolf Hartung, Mitglied der Smart City Innovation Unit

Bochum steigt in Top 10 der smartesten Städte auf

Drei Aufsteiger rücken in die Top 10 der führenden Smart Cities in Deutschland auf. Einer davon ist Bochum. Zusammen mit Dresden und Freiburg im Breisgau ist Bochum damit erstmals unter den zehn Bestplatzierten des Smart City Index, des Digital-Rankings für deutsche Großstädte. Grundlage ist eine Analyse, bei der Experten des Digitalverbands Bitkom rund 11.000 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert haben.

Die smartesten Städte 2021 und ihre Platzierungen:
 

1. Hamburg

2. Köln

3. Karlsruhe

4. München

5. Darmstadt

6. Dresden

7. Bochum

8. Stuttgart

9. Berlin

10. Freiburg

Lernen Sie die Smart City kennen!

Die Bochumer Smart City Innovation Unit stellt sich und das Bochumer Smart-City-Konzept interessierten Unternehmen vor. Während einer Veranstaltung Anfang Februar 2022 erhalten Sie die Gelegenheit, mehr über die Projekte in unserer Stadt zu erfahren und sich zu Smart-City-Themen zu vernetzen.

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