20.02.2026
Stromausfälle wie in Berlin offenbaren, wie abhängig wir von einer sicheren Stromversorgung sind. In der Regel sind Störungen jedoch selten und kurz. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann solche Ausfälle mit Solaranlage und Speicher überbrücken. Was müssen Sie dabei beachten?
Foto oben: Gorodenkoff/Shutterstock.com
Rechner laufen, Maschinen brummen – und dann: Stille. Bildschirme schwarz, Motoren stoppen, nichts geht mehr. Ein Stromausfall dauert oft nur Minuten, kann aber durchaus Sand ins Getriebe streuen. In Deutschland sind solche Störungen zum Glück eher die Ausnahme: 2024 gab es bundesweit im Durchschnitt lediglich 11,7 Minuten keinen Strom. In Bochum waren es sogar nur 9,2 Minuten. Doch selbst kurze Störungen machen vielen Unternehmen zu schaffen.
„PV-Anlagen mit Batteriespeicher sind für sie eine gute Möglichkeit, um sich gegen kleinere Stromausfälle zu wappnen“, sagt Til Stricker, Projektingenieur für Energietechnik bei den Stadtwerken Bochum. Für ihre Finanzierung stellt die KfW-Bank aktuell günstige Kredite bereit.
Allerdings schützt nicht jede Anlage automatisch vor Stromturbulenzen. „Viele gehen davon aus, dass der Strom vom eigenen Dach weiterfließt, wenn das öffentliche Netz ausfällt“, so Stricker. „Doch das ist nicht so.“ PV-Anlagen samt Speicher schalten sich aus Sicherheitsgründen sofort von allein ab. So fließt kein Strom mehr ins Netz, der Monteure bei Reparaturarbeiten gefährden könnte.
Til Stricker empfiehlt eine Kombination aus Photovoltaik, Speicher und BHKW.
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PV-Anlagen, die Stromausfälle überbrücken können, müssen deshalb technisch besonders ausgestattet sein. Für ihren Einsatz gibt es zwei Konzepte:
Notstrom versorgt wichtige einzelne Verbraucher wie Licht, Server oder Kühlgeräte weiter. Häufig erkennbar an besonders gekennzeichneten Steckdosen.
Ersatzstrom trennt das Gebäude bei einem Stromausfall automatisch vom öffentlichen Netz. Er versorgt alle Verbraucher aus dem Batteriespeicher weiter. Innerhalb weniger Sekunden bis zu einer Minute steht wieder Strom bereit.
Wer sich besonders absichern möchte, kann ein Blockheizkraftwerk (BHKW) dazunehmen. Mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt es Strom und Wärme gleichzeitig. Durch die Nutzung von Erdgas oder Diesel kann die Ersatzstromversorgung so beliebig lang aufrechterhalten werden. „Durch die Kombination von PV, Speicher und BHKW entsteht ein robustes Hybridsystem. Damit verlängert sich die Laufzeit einer Ersatzstromversorgung deutlich“, erklärt Stricker.
Am einfachsten ist es, Not- oder Ersatzstrom direkt bei der Planung einer PV-Anlage mitzudenken. Aber was, wenn sie bereits installiert, jedoch nicht notstromfähig ist? „Eine nachträgliche Umrüstung ist oft möglich. Manchmal liegt dann aber der Aufwand höher, zum Beispiel, wenn Wechselrichter oder Speicher nicht not- oder ersatzstromfähig sind“, sagt Til Stricker.
Mit seinem Team prüft er gerne, ob Ihre bestehende Anlage für Stromausfälle geeignet ist. Neue Anlagen richtet er sofort maßgeschneidert auf Ihren Bedarf aus. So stehen Sie nicht im Dunklen, wenn der Strom einmal für kurze Zeit nicht fließt.
Ihre Ansprechpartner:
Til Stricker
Tel.: 0234 960-3663
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