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Stadtwerke Bochum

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Radtouren mit
Energie

Die Energiepfade der Stadtwerke

Energiepfad Bochum-Mitte (Radstrecke)

Streckenlänge: ca. 16,5 Kilometer - Reine Fahrzeit: etwa 2 Stunden

Energiepfad Mitte - Radweg

Was wird geboten?

Solarenergie zum Heizen und Stromerzeugen, Wärme aus dem Boden, CO2-neutrale Feuerungen, Kraft-Wärme-Kopplung und sogar die Nutzung industrieller Abwärme - an etlichen Stellen in Bochum wird inzwischen (erneuerbare) Energie effizient und sinnvoll erschlossen. Diese Radtour beginnt in der Innenstadt und führt zu diversen spannenden Orten.

Gedachter Ausgangspunkt ist der Hauptbahnhof. Nur ein paar hundert Meter weit ist der Weg zum Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Bochum, das von Beginn an auf die teilweise Versorgung mit Erdwärme ausgelegt wurde. Gleich und schräg gegenüber finden sich echte Pioniere: technik-begeisterte Schüler und Lehrer der Technischen Berufsschule 1. Sie errichteten bereits 1998 die erste Solaranlage auf einem Bochumer Schuldach, die - kaum gealtert - tüchtig emissionsfreien Strom erzeugt und wertvolle Erkenntnisse in das Handling photovoltaischer Panels abwirft.

Durch den Kortumpark geht es zum Stadtwerke-Heizkraftwerk „Am Hain“, das mit Kraft-Wärme-Kopplung aus Gas für bis zu 12.000 Bochumer Haushalte Strom und Fernwärme liefert. In der Goerdtstraße hat der Baumpflegedienst Franke seinen Sitz, der Holzhackschnitzel und Solarthermie zum Heizen nutzt. Auf dem Hallendach produziert eine größere Photovoltaik zudem CO2-freien Strom. Im Bau dagegen ist noch das Exzenter-Bürohaus an der Universitätsstraße, das ab 2012 mehr als die Hälfte seiner Heiz- und Kühlenergie aus dem Erdreich gewinnt.

Weiter geht die Fahrt zur Graf-Engelbert-Schule mit einer eher seltenen Solarstromanlage, die passenderweise über der Sonnenuhr angebracht ist. Auf dem Springorum-Gelände hat sich die Kreishandwerkerschaft mit einem Neubau niedergelassen, in dem zwei Blockheizkraftwerke Strom plus Wärme erzeugen - und als Ausbildungsobjekt beste Dienste leisten. Für einen solchen „Dachs“ hat sich auch die Familie Bischoff entschieden und zeigt die Anwendung in einem Mehrfamilien-Wohnhaus.

Die Schlussrunde führt zur Jahrhunderthalle, wo man clever die Abwärme des Industrienachbarn „Bochumer Verein“ nutzt, und bietet an der Porschestraße einen Blick auf Bochums drittgrößte Solarstromanlage. Ihre volle Ausdehnung ist am besten vom Radweg auf der Erzbahntrasse zu sehen. Über einen „Schleichweg“ geht es zurück zur Innenstadt und zum Bahnhof.

Die Tour enthält einige „Höhen und Tiefen“, sprich: kleinere Anstiege und Gefällestrecken, ist aber auch für Gelegenheits-Radler gut zu bewältigen. Wo immer es sich anbot, wurden Wege durch ruhige Seitenstraßen, teilweise auch Grünzonen gewählt. Für die Gesamtstrecke braucht man bei gemütlichem Tempo etwa zwei Stunden reiner Fahrzeit.

Energiepfad Mitte (Radstrecke)

Die Energiepunkte im Einzelnen

A. Stadtwerke-Haus Ostring (Geothermie)

Stadtwerke-Haus, Ostring

Ein zeitgemäßes neues Gebäude für die Verwaltung der Stadtwerke Bochum: Was lag näher, als die Nutzung erneuerbarer Energie gleich bei der Planung zu berücksichtigen? Die Stadtwerke entschieden sich für oberflächennahe Erdwärme, mit der man über eine Wärmepumpe bei Bedarf heizen und kühlen kann. An mehr als 100 Bohrlöchern wurden in 20 Metern Tiefe entsprechende Sonden und Wärmepumpen mit einer Heizleistung von 359 kW installiert. So wird nun die Unternehmenszentrale auf zweierlei Weise temperiert: Die Energie aus der Erde kommt statisch über so genannte „Deckensegel“ in die Büros und trägt ein Drittel des Jahresbedarfes bei. Eine zweite Lüftungsanlage speist sich aus Fernwärme, die die Stadtwerke ebenfalls umweltfreundlich mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen. Die CO2-Belastung durch den Energiehunger eines Bürohauses mit rund 400 Beschäftigten wird auf diese Weise vorbildlich gering gehalten.

Art der Anlage: Geothermie
Baujahr der Anlage: 2004
Installierte Leistung (Wärme): 359 kW
Ansprechpartner: Stadtwerke Bochum
Telefon: 0234 / 960-0
E-Mail: pr@stadtwerke-bochum.de

B. Technische Berufsschule 1 (Dach-Solar-PV-Anlage)

Technische Berufsschule 1

Ihrer Zeit war die Technische Berufsschule 1 am Ostring schon oft voraus. Hier steht seit Mitte der 90er Jahre die erste freie Stromtankstelle für E-Mobile. Ebenfalls noch im alten Jahrtausend - nämlich 1998 - wurde auf dem Dach ihres Technologiezentrums die erste Bochumer Schul-Solaranlage errichtet. Stadt, Stadtwerke und das Land NRW halfen mit, die Panels mit 10 kWp Spitzenleistung zu finanzieren. Drei Jahre später baute der TBS1-Förderverein eine gleichgroße zweite Photovoltaik hinzu. Seitdem liefern die Zellen konstant rund 14.000 Kilowattstunden sauberen Strom im Jahr, die etwa 7 Tonnen CO2 einsparen. Die Anlage ist zudem Ausbildungsobjekt für informationstechnische Assistenten und staatlich geprüfte Elektrotechniker. Mit dem „Oldtimer“ hat die Schule inzwischen reichlich praktische Erfahrungen gesammelt: Zum Beispiel jene, dass eine Panel-Reinigung im zweijährlichen Abstand einen Leistungsabfall von etwa 10 Prozent verhindert.

Art der Anlage: Solarstrom-Erzeugungsanlage
Baujahr der Anlage: 1997/2000
Installierte Leistung: 20 kWp
Erzeugte Strommenge/Jahr: 14.000 kWh
Investitionssumme: 165.000 €
Ansprechpartner: Wolfgang Rode
E-Mail: rode@tbs1.de

C. Heizkraftwerk Am Hain (KWK-Anlage)

Heizkraftwerk Am Hain

Ein gelungenes Beispiel, wie man auch schon angejahrte Anlagen effizient gestalten kann, liefert das Stadtwerke-Heizkraftwerk „Am Hain“ am Kortumpark. 1969 als reines Heizwerk für die Versorgung von Haushalten und Gewerbebauten mit Fernwärme errichtet, wurde es im Laufe der Jahre mehrfach optimiert: Seit 1990 liefert die Anlage nicht nur Wärme für maximal 12.000 Bochumer Haushalte, sondern kann in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung diese Haushalte auch mit elektrischem Strom versorgen. Hierzu wird eine 4,6 MW leistungsstarke Gasturbine eingesetzt, deren Abgase einen Wärmekessel beheizen.

Dank der gleichzeitigen Strom- und Wärmeerzeugung sank der CO2-Ausstoß auf die Hälfte einer vergleichbaren Anlage mit Steinkohle-Feuerung und getrennter Erzeugung.
Seit 2007 sind auch die Brenner der weiteren „Nur“-Heizkessel auf Erdgas umgestellt worden. Gegenwärtig wird die Turbine „Am Hain“ vor allem als flexibles Spitzenlast-Kraftwerk eingesetzt. Das heißt: Sie kommt vor allem dann voll zum Einsatz, wenn benötigte elektrische Energie am Markt wesentlich teurer eingekauft werden müsste oder bei kalten Außentemperaturen zusätzlich Wärme bereitgestellt werden soll.

Art der Anlage: Heizkraftwerk
Baujahr der Anlage: 1990
Installierte Leistung: 4,6 MW elektrisch, 10 MW thermisch
Ansprechpartner: Stadtwerke Bochum
Telefon: 0234 / 960-0
E-Mail: pr@stadtwerke-bochum.de

D. Garten- und Landschaftsbau Franke (PV-Anlage, Solarthermie, Holzschnitzelheizung)

Garten- und Landschaftsbau Franke

„Wir würden alles wieder genauso machen“, sagt Unternehmensleiter Stefan Franke heute überzeugt. Der Garten- und Landschaftsbauer am Lohberg rüstete im Sommer 2006 die Heizung von Betrieb und angrenzendem Drei-Familien-Wohnhaus auf die Befeuerung mit Holzhackschnitzeln um. Kein Wunder: die sammelt der Baumpflegedienst quasi als Nebenprodukt seiner betrieblichen Tätigkeit umsonst ein. Drei Jahre später kamen auf der neu erbauten Firmenhalle noch solarthermische Kollektoren sowie eine 28-kW-Fotovoltaikanlage zum Einsatz. Erstere unterstützen die Heizung und bereiten in der warmen Jahrszeit das Duschwasser, so dass sich der Holzbrenner dann nur selten einschalten muss. Mit der zweiten Dachanlage produzieren die Frankes übers Jahr mehr als 28.000 Kilowattstunden sauberen Ökostrom, die in das Netz der Bochumer Stadtwerke eingespeist werden. Allein hierüber werden 14 Tonnen CO2 vermieden. Damit die Solaranlagen rechtzeitig angeschlossen werden konnten, kam es übrigens zu einem baulichen Kuriosum: Zunächst wurde das aufgeständerte Dach errichtet - die Hallenwände folgten erst Wochen später.

Art der Anlage: Solarstrom-Erzeugungsanlage + Solarthermie + Holzschnitzel-Heizung
Baujahr der Anlage: 2009
Installierte Leistung: 29 kWp elektrisch
Erzeugte Strommenge/Jahr: 25.000 kWh
Investitionssumme: 120.000 €
Ansprechpartner: Franz-Josef Franke
Telefon: 0171 - 41 45 215
E-Mail: info@baumdienst-franke.de

E. Exzenterhaus (Geothermie)

Exzenterhaus

Mehr in die Höhe - oder die Tiefe? Die Frage, in welche Richtung sich der Exzenterhaus-Neubau an der Universitätsstraße stärker ausdehnt, löst sich über die integrierte Geothermie-Anlage: Um das im Endstadium 89 Meter hohe Bürogebäude mit Wärme und Kühlung zu versorgen, mussten zwischen 90 und 110 Meter tiefe Bohrungen vorgenommen werden. Die gleichmäßige Temperatur im Erdreich wird über 80 Sonden und eine Wärmepumpe erschlossen und klimatisiert das gesamte Gebäude durch wassergefüllte Schläuche in den Decken. Die Bauherren gehen davon aus, dass die rund 300.000 Euro teure Anlage etwa 60 Prozent des Wärme- und Kühlbedarfes abdeckt. Lediglich in den kalten Wintermonaten muss mit Fernwärme zugeheizt werden. Hochsommerlicher Aufheizung soll eine zusätzliche Kühlung entgegenwirken. Die Fertigstellung des Exzenterhauses ist für September 2012 vorgesehen.

Art der Anlage: Geothermie
Baujahr der Anlage: 2011
Installierte Leistung: 360 kW (Heizen), 200 kW (Kühlen)
Ansprechpartner: Udo Teigelkötter, ARTE Baumanagement GmbH
Telefon: 0173 - 53 42 039
E-Mail: u.teigelkoetter@arte-baumanagement.de

F. Graf-Engelbert-Gymnasium (Fassaden-PV-Solaranlage)

Graf-Engelbert-Schule

Die „größte Sonnenuhr nördlich der Alpen“ hing schon an der Fassade, als die Graf-Engelbert-Schule auf die Idee kam, als einer der Pioniere Bochums das Klimaprotokoll von Kyoto mit eigener Solarstromanlage zu unterstützen. Seit April 2001 arbeitet eine 1,32-kWp-Photovoltaik in der luftigen Höhe von 18 Metern über dem Schulhof. Auch bei der Finanzierung ließen sich Eltern, Lehrer und Schüler Besonderes einfallen: Über Spenden, Solaraktien und den Verkauf von Kleinartikeln kamen 12.000 DM (also rund 6.000 Euro) zusammen, weitere 15.000 DM steuerten die Allianz-Stiftung und der „Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management“ hinzu. Auch die Hochschule „Georg Agricola“ beteiligte sich mit einer Anzeige- und Messeinrichtung, die Kooperationen zwischen Schülern und Studenten möglich machte. In den bisherigen zehn Jahren Laufzeit hat die kleine Solaranlage mittlerweile etwa 7500 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt. Das entspricht einer CO2-Vermeidung von rund 3750 Kilogramm.

Art der Anlage: Solarstrom-Fassadenanlage
Baujahr der Anlage: 2001
Installierte Leistung: 1,32 kWp
Erzeugte Strommenge/Jahr: 700 kWh
Investitionssumme: 15.750 €
Ansprechpartner: Dr. Walter Keil
Telefon: 0234 / 930 20 10
E-Mail: graf-engelbert-schule@web.de

G. Kreishandwerkerschaft Bochum (zwei Dachs-Blockheizkraftwerke)

Kreishandwerkerschaft Bochum

Auszubildende sollten möglichst in allen gängigen Gerätetechniken fit werden - das war die Überlegung der Kreishandwerkerschaft, im Jahr 2008 ein erstes gasbetriebenes „Dachs“-Blockheizkraftwerk zu errichten. Denn Bochums Heizungsbauer-Nachwuchs kommt häufig aus kleineren Betrieben, in denen Installation und Wartung von Anlagen zur kombinierten Erzeugung von Wärme und Strom nicht zum Alltag gehört. Die thermische Leistung von 15 kW konnte man im noch recht neuen Zentrum auf „Springorum“ ohnehin gebrauchen. Und quasi nebenbei wurden pro Jahr rund 18.000 Kilowattstunden emissionsarmer Strom erzeugt. Als die Energiekosten weiter stiegen, investierte die Kreishandwerkerschaft 2010 in einen weiteren „Dachs“. Seitdem läuft die ursprüngliche Haupt-Heizung nur noch zu Spitzenbedarfs-Zeiten im kalten Winter. Und der erzeugte Strom wird nun hauptsächlich im eigenen Gebäude genutzt.

Art der Anlage: Blockheizkraftwerke
Inbetriebnahme der Anlagen: 2006/2011
Installierte Leistung: je 5,5 kW elektrisch und 12,5 kW thermisch
Erzeugte Strommenge/Jahr: 70.000 kWh
Investitionssumme: 53.000 €
Ansprechpartner: Thomas Teipel
Telefon: 0234 / 32 40 -201
E-Mail: toteipel@handwerk-bochum.de

H. Bauunternehmung Bischoff (Blockheizkraftwerk im Wohnhaus Wasserstraße 417)

Wohnhaus Bischoff

„Wir wollten ein zukunftsorientiertes Haus“, beschreibt Ingrid Bischoff den zentralen Gedanken, als die Familie 2008 mit der Kernsanierung des eigenen Mehrfamilienhauses begann. Neben dem behindertengerechten Ausbau einzelner Wohnungen galt das Augenmerk vor allem der energetischen Umgestaltung. Deren Basis ist der Einbau eines kleinen 5,5-kW-Blockheizkraftwerkes, das aus Gas gleichzeitig Strom und Wärme gewinnt. Nicht nur der Komfort erhöhte sich merklich - „man hat ohne Leitungsverluste immer sofort warmes Wasser zur Verfügung“ - die Mieter sparen sich jetzt auch die Kosten für den jeweiligen Einzelzähler. Die übers Jahr produzierten 10.000 Kilowattstunden Strom speisen die Betreiber ins Stadtwerke-Netz ein. „Die Anlage war etwas teurer“, blickt Ingrid Bischoff zurück, „aber wir wollten keine halben Sachen machen. Das Haus ist jetzt ein Vorzeigeobjekt.“

Art der Anlage: Blockheizkraftwerk
Baujahr der Anlage: 2008
Installierte Leistung: 5,5 kW elektrisch und 12,5 kW Wärme
Erzeugte Strommenge/Jahr: 38.244 kWh (2010)
Investitionssumme: ca. 65.000 €
Ansprechpartner: Heinz-Jürgen Bischoff
Telefon: 0234 / 43 13 45
E-Mail: info@baugeschaeft-bischoff.de

I. Jahrhunderthalle (Wärmetauscher)

Jahrhunderthalle

Kaum ein Außenstehender ahnt, dass die Bochumer Jahrhunderthalle - ein Schmuckstück in der Kultur- und Veranstaltungslandschaft - teilweise sehr innovativ auf angenehme Temperatur gebracht wird. Dies ergab sich aus der Eigenschaft als Baudenkmal, die Dutzende von Heizkörpern an den Wänden ausschloss. Große Gebläseanlagen wiederum hätten die Aufführung von klassischen Konzerten gestört. Also ließen die Eigner von „NRW urban“ sich für die Erschließung der Hallenflächen ein besonderes Klimakonzept entwickeln: 8.800 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und zusätzlich 1.200 qm im Foyer werden seit 2002 über eine Fußbodenheizung temperiert, die kalte Instrumente (und kalte Füße im Publikum) vermeidet. Die nötige Energie kommt aus der Kühlwasser-Abwärme des benachbarten „Bochumer Vereins“ und wird über eine schon lange vorhandene Wärmetauscheranlage im rückwärtigen Teil des Hallengeländes erschlossen. Der traditionsreiche Industriebetrieb sorgt auf diese Weise für die Hälfte des Hallen-Heizbedarfs. Die restlichen 50 Prozent kommen über eine gasbetriebene Konterstrahlung, die unter den Hallendecken montiert wurde.

Art der Anlage: Wärmetauscher-Wärmepumpe
Baujahr: 2002
keine differenzierten Leistungs-Angaben

J. Zentralverband Europäischer Lederhändler (Groß-Solaranlage)

Lager und Verwaltung ZEL

Um diese große Solarinvestition zu realisieren, brauchte der Zentralverband europäischer Lederhändler zweierlei: ein entsprechendes Dach - und das Okay der Genossenschaftsmitglieder. Denn schließlich baute man Ende 2007 für 1,3 Mio. Euro die seinerzeit größte Photovoltaikanlage Bochums. Insgesamt 4800 Quadratmeter Solarzellen wurden auf dem Dach von Lager und Verwaltungsgebäude montiert, mit 229 kWp Spitzenleistung geriet die Anlage dreimal so groß wie die des bisherigen „Tabellenführers“. „Der ökologische Gedanke stand im Vordergrund“, sagte Vorstand Frank Wisgalle bei der Einweihung, „wir wollen zukunftsweisend sein, und nichts ist mächtiger, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Die Kalkulation ging vollständig auf: Pro Jahr werden vom Dach an der Porschestraße mehr als 200.000 Kilowattstunden emissionsfreier Strom ins Bochumer Versorgungsnetz eingespeist. Das reicht, um 60 Familienhaushalte komplett zu versorgen und erspart 100 Tonnen CO2.

Art der Anlage: Solarstrom-Dachanlage
Baujahr der Anlage: 2007
Installierte Leistung: 230 kWp
Erzeugte Strommenge/Jahr: 210.000 kWh
Investitionssumme: 1,3 Mio €
Ansprechpartner: Frank Wisgalle
Telefon: 0234 / 33 81 - 120
E-Mail: frank.wisgalle@ZEL.eu

Infos zum Ausdrucken und GPS-Daten