Zur Unternavigation springen. Zum Inhalt springen.

Stadtwerke Bochum

Online-Kundencenter

Radtouren mit
Energie

Die Energiepfade der Stadtwerke

Energiepfad Bochum-Ost

Streckenlänge: ca. 21,7 Kilometer - Reine Fahrzeit: etwa 2,5 Stunden

Energiepfad Ost

Was wird geboten?

Ein Bergbauschacht von 1872, aus dem Energie gewonnen wird. Bochums größte zusammenhängende Solarstrom-Anlage. Verrottender Siedlungsabfall, den man seit Jahren zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzt. Und ein Freibad, dessen Wasser auch zum Saisonbeginn durch Sonnenwärme angenehm temperiert ist: Es sind nur einige der interessanten Stationen, die der „Energiepfad Ost“ zu einem Rundkurs verbindet.

Losfahren kann man überall auf der Route. Gedachter Ausgangspunkt ist jedoch der Ortskern von Gerthe an der Lothringer Straße, auch per Bahn gut erreichbar. Gerade 400 Meter braucht es bis zur ersten Station hinter dem Kultumagazin: Dort hat die Hallenser EnD-I AG Bochums einziges Grubengas-Kraftwerk errichtet, das Methan aus den stillgelegten Schächten unschädlich macht und zur Produktion von Strom und Wärme einsetzt.

Die alte Bahntrasse nach Süden verlassen wir vor dem Kornweg über die Wiese, an den Neubauten entlang. Auf dem Norrenberge hat ein Reihenhaus-Eigner zu einer ungewöhnlichen Holzhackschnitzel-Heizung entschlossen, die er Interessierten gerne erklärt (bitte nur nach Kontaktaufnahme per E-Mail!). Es folgt eine ausgedehnte „Landpartie“ durch das Naturschutzgebiet „Oberes Ölbachtal“ und weiter nach Werne. Während der Saison demonstrieren im Freibad 750 Quadratmeter Solaranlage, wie Badewasser CO2-frei auf Temperatur gebracht wird. In einem kleinen Wohnwinkel nördlich der A 40 steht wiederum ein im wörtlichen Sinne „ausgezeichnetes Haus“, dessen Solaranlagen gleichermaßen Wohn- und Bestandswert verbesserten.

Über schöne und meist sehr ruhige Nebenstrecken führt die Route an den Harpener Teichen entlang und zum Radweg am Fuß der Deponie Kornharpen. Bis zum Wertstoffhof des USB begegnet man kaum einem motorisierten Fahrzeug, kann aber von unten schon einen prächtigen Blick auf Bochums größte „Am-Stück“-Solaranlage werfen, die Ende 2010 auf der Deponie-Südflanke errichtet wurde. Sie ist hier freilich nicht der einzige Stromproduzent: die Stadtwerke verwandeln seit 1994 aufgefangenes Deponiegas in elektrische Power und Fernwärme.

Zwei energetisch (und baulich) sanierte Mehrfamilienhäuser im VBW-Bestand bilden die beiden nächsten Stationen auf der Rundtour. Ein alter Schlicht-Bau wurde „Im Hole“ in ein modernes Wohnhaus verwandelt, dessen Energiebedarf nur noch ein Zehntel der vorherigen Menge beträgt. In der Matthias-Claudius-Straße packte man das Hochhaus aus den Fünfziger Jahren „warm ein“ und rüstete es zusätzlich mit einer größeren Fassaden-Solarstromanlage aus.

Letzte Station auf dem Energiepfad Ost - wiederum über stille Wege erreichbar - ist das Hiltroper Heizkraftwerk der Stadtwerke Bochum. Hier wird durch die kombinierte Erzeugung von Strom und Fernwärme bereits seit 1975 Klimaschutz praktiziert. Der CO2-Ausstoß ist lediglich halb so hoch wie bei getrennter Erzeugung etwa über Steinkohle.

Die Rundstrecke weist auf dem Weg nach Werne und später in Harpen einige kleine Steigungen auf, ist aber selbst für Gelegenheits-Radler kein Problem. Vielfach führt sie durch landschaftlich reizvolle Abschnitte Bochums, einmal auch durch ein Naturschutzgebiet. Für die Gesamtstrecke braucht man bei gemütlichem Tempo etwa zweieinhalb Stunden reiner Fahrzeit.

Energiepfad Ost

Die Energiepunkte im Einzelnen

A. Grubengas-Kraftwerk EnD-I AG auf Lothringen

EnD-I Grubengas-Kraftwerk, Amtmann-Ibing-Straße

Gefahren verringern und gleichzeitig ungewöhnliche Energie erschließen - das waren die Motive der EnD-I AG (Halle), über dem stillgelegten „Lothringen“-Feld in Gerthe ein Grubengas-Kraftwerk zu errichten. Denn Grubengas (mit meist hohem Methananteil) kann auch aus scheinbar verschlossenen Schächten unkontrolliert entweichen und sich - etwa in Kellerräumen - wiederum gefährlich sammeln. Zudem ist Methan als schlimmer Klimakiller bekannt. Seit 2002 brummt nun an der Amtmann-Ibing-Straße ein schallgekapseltes Blockheizkraftwerk und verwandelt das Grubengas der alten Gerther Schachtanlage in Strom und Wärme für Bochumer Haushalte. Mit jeweils 5 MW elektrischer und thermischer Leistung war das vollautomatische Kraftwerk zunächst gestartet. Heute sind es noch je 1,4 MW, weil das Grubengas sich allmählich erschöpft und seit den letzten Jahren mit Erdgas kombiniert wird. Allein die Wärmeauskopplung in das Bochumer Fernwärmenetz sichert aber den „sehr guten Standort“ (EnD-I) langfristig ab. Und die Stromerzeugung von mehr als 7 Mio. Kilowattstunden pro Jahr reicht für gut 2000 Familienhaushalte.

Art der Anlage: Grubengas-Kraftwerk
Baujahr der Anlage: 2002
Installierte Leistung: 2,7 MW (elektrisch und thermisch)
Erzeugte Strommenge/Jahr: ca. 7,735 Mio. kWh
Investitionssumme: k.A.
Ansprechpartner: Hans-Joachim Nebel (Vorstand), Maren Lange
Telefon: 0345 / 2916023
E-Mail: m.lange@end-i.ag

B. Privathaus Auf dem Norrenberge 71 (Holzhackschnitzel-Heizung)

Privathaus, Auf dem Norrenberge 71

Den für ein Privathaus eher ungewöhnlichen Holzhackschnitzel-Brenner hat Michael Kovacic Anfang 2009 bei einer Internet-Versteigerung entdeckt. Und war - im wörtlichen Sinne - gleich Feuer und Flamme: Für das Familien-Reihenhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche suchte der engagierte Selbstbauer („Wer auf einem Bauernhof groß wird, bastelt halt viel herum“) eine innovative und ökologische Möglichkeit, um Heizung und Warmwasserbereitung abzudecken. Und entdeckte die Holz-Heizung, „weil ich an CO2 nur das freigebe, was der Baum vorher gespeichert hat.“ Nach einer Phase, in der Kovacic den Vorratsbehälter des Brenners noch mit Eimern befüllte, optimierte er den Betrieb: Vor dem Anlegen der Terrasse versenkte der Hausherr einen Späne-Silo im Erdreich, aus dem nun ein Förderband den Brennstofftransport besorgt. Sein Bruder entwickelte das Steuerungsprogramm, mit dem der Ofen automatisch in Gang gehalten und die Leistung der Witterung angepasst wird. Seinen Jahresverbrauch hat Michael Kovacic inzwischen mit etwa 30 Kubikmetern Holzschnitzeln ermittelt, die Kosten dafür betragen etwa 500 Euro. Ach ja: Hin und wieder muss der Aschekasten geleert werden. Sein Inhalt geht auf den Kompost.

Art der Anlage: Holzhackschnitzel-Heizung
Baujahr der Anlage: 2004
Installierte Leistung: 24 kW
Investitionssumme: ca. 7.500 EUR
Ansprechpartner: Michael Kovacic
E-Mail: michael.kovacic@online.de (bitte unbedingt voranmelden!)

C. Freibad Werne

Freibad Werne, Bramheide

Wenn man so will, entstand das Freibad an der Bramheide aus nachbarschaftlichem Misstrauen: Als die noch selbstständige Gemeinde Werne 1928 kurz vor der Eingemeindung nach Bochum stand, beschloss man mit großer Mehrheit den Bau des Bades … um das Geld nicht in der Bochumer Stadtkasse versickern zu lassen. Ein guter Gedanke, denn die 1930 eröffnete Anlage geriet gleich zum Besuchermagneten. Eine Menge internationaler Gäste empfing man bei den „Nacholympischen Spielen“ 1936, als sogar Schwimm-Stars aus Japan und Brasilien die Werner Wellen durchpflügten. Seinen aktuellen Reiz bezieht das Traditions-Familienbad seit 1994 auch durch eine solare Wassererwärmungs-Anlage. Auf 750 Quadratmetern Fläche fließt das kühle Nass durch ein teppichähnliches schwarzes Rohrsystem und verschafft dem Freibad insbesondere zum Saisonstart (jeweils im Mai) einen beträchtlichen Wohlfühl-Vorteil. An heißen Sommertagen kommt eine Heizleistung von bis zu 380 kW zustande.

Art der Anlage: solarthermische Warmwasserbereitung
Baujahr der Anlage: 1994
Installierte Leistung: 380 kWp
Investitionssumme: 110.000 EUR
Ansprechpartner: Gunter Kühl
Telefon: 0234 / 264809, 0234 / 287547
E-Mail: Gkuehl@bochum.de

D. Privathaus Korbstück 13

Privathaus, Korbstück 13

Wer investiert, um auf effiziente Weise Energie einzusparen oder zu erzeugen, findet seinen Gewinn nicht bloß im Portmonee, sondern manchmal auch an der Hauswand. Dort prangt nämlich mit ein bisschen Glück die Energiesparplakette der Bezirksregierung … und macht das Haus womöglich noch attraktiver, wenn es einmal weiterverkauft werden sollte. Klug investiert hatten entsprechend die früheren Eigner des Einfamilienhauses am Korbstück, die 2002 eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung auf dem Süddach installieren ließen. Zum Einsatz kam gleich daneben eine 2-kW-Fotovoltaik, die seitdem CO2-freien Solarstrom produziert. Für Markus Wiesemes, den neuen Eigentümer, waren die beiden Ausweise umweltfreundlichen Denkens wichtige Gründe, sich im Jahre 2009 für den Kauf dieses Hauses zu entscheiden. Die letzte Einspeise-Abrechnung ergab eine Jahressumme von 1054 Kilowattstunden Sonnenstrom. Damit ersparte er Bochum auch etwa 520 Kilo des Klimaschädlings CO2.

Art der Anlage: Solarthermie und PV-Anlage
Baujahr der Anlage: 2002
Installierte Leistung: 2,04 kWp
Erzeugte Strommenge/Jahr: 1.054 kWh
Investitionssumme: ca. 14.000 EUR
Ansprechpartner: Markus Wiesemes
E-Mail: mwiesemes@hotmail.com

E. Harpener Watt

Harpener Watt, Deponie Kornharpen

Eine Deponie für Hausmüll muss nach ihrem Befüllungsende noch 30 weitere Jahre ruhen und kann solange nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden - das verlangt der Gesetzgeber aus Sicherheitsgründen. In Kornharpen favorisierte der Umweltservice Bochum zur Zwischennutzung für die exponierte Südflanke der Deponie eine Groß-Solaranlage, die reichlich Strom erzeugt. Dafür mussten vor allem Fragen der Standsicherheit gelöst werden, weil sich der Untergrund im Laufe der Jahre noch „setzt“. Im Dezember 2010 ging schließlich Bochums größtes zusammenhängendes Solarkraftwerk mit einer Modulfläche von 20.000 Quadratmetern und der Leistung von 806 kWp in Betrieb. Der Ertrag aus 10.400 Dünnschicht-Panels wird pro Jahr mit etwa 740.000 Kilowattstunden emissionsfreiem Strom berechnet. Das reicht, um mehr als 200 Familien-Haushalte zu versorgen und 370 Tonnen CO2 einzusparen. Erweiterungen sind möglich: „Der Platz reicht für das Dreifache“, heißt es beim USB.

Die Bezeichnung „Harpener Watt“ fand sich durch einen Namenswettbewerb, den eine Jury aus Bezirksvertretung, Bürgerinitiative Kornharpen und USB entschied. Der siegreiche Vorschlag kam vom Bochumer Goethe-Gymnasium.

Art der Anlage: Solarkraftwerk
Baujahr der Anlage: 2010
Installierte Leistung: 806 kWp
Erzeugte Strommenge/Jahr: 740.000 kWh
Investitionssumme: ca. 2 Mio. EUR
Ansprechpartner: Cordula König
Telefon: 0234 / 3336223
E-Mail: cordula.koenig@usb-bochum.de

F. Deponiegas-Kraftwerk Kornharpen

Deponiegas-Kraftwerk, Deponie Kornharpen

Biochemische Prozesse sorgen dafür, dass aus einer Tonne Hausmüll im Laufe der Jahre 100 bis 200 Kubikmeter Deponiegas entstehen können. Es enthält Kohlendioxid und zur Hälfte Methan - letzteres ist übrigens 23-mal so klimaschädlich wie CO2. Zusammen mit dem Umweltservice Bochum (USB) überlegten die Stadtwerke frühzeitig, das Deponiegas aufzufangen und energetisch zu nutzen. So wurden, während die Deponie Kornharpen noch in Betrieb war, 1994 mehr als 50 Gasbrunnen angelegt. Schon in den ersten zehn Betriebsjahren fingen sie mehr als 100 Millionen Kubikmeter Gas auf, die in acht 16-Zylinder-Gasmotoren mit je 39 Litern Hubraum zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt werden. Der Wirkungsgrad dieser kombinierten Anlagen ist mit weit über 80 Prozent extrem hoch. Im Jahresdurchschnitt lieferte die Deponiegas-Anlage bisher etwa 19 Mio. Kilowattstunden Strom plus 28 Mio. Kilowattstunden Wärmeleistung. Allein die Stromausbeute versorgt mehr als 5000 Bochumer Haushalte. Allmählich wird der Gasfluss nun aber schwächer.

Art der Anlage: Deponie-Heizkraftwerk
Baujahr der Anlage: 1994
Installierte Leistung: k.A.
Erzeugte Strommenge/Jahr: 19 Mio. kWh
Investitionssumme: k.A.
Ansprechpartner: Stadtwerke Bochum
Telefon: 0234 / 960 - 0
E-Mail: pr@stadtwerke-bochum.de

G. VBW-Niedrigenergiehaus "Im Hole"

Niedrigenergiehaus, Im Hole 3

Der Energiebedarf des Mehrfamilienhauses „Im Hole 3“ war (wie so viele seiner Zeitgenossen) immens hoch: rund 289 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr - bedingt durch Schlicht-Bauweise und schlechte Materialien in der Wohnungsnotzeit der 50er Jahre. Dass sich eine umfangreiche energetische Sanierung (Kosten von 400.000 Euro) trotzdem lohnt, zeigte ein Mehrfachmaßnahmen-Paket, das VBW in den Jahren 2006/07 realisierte. Die Fenster erhielten eine Dreifachverglasung, Keller, Dach und Fassaden wurden intensiv wärmegedämmt. Eine neue Lüftungsanlage sorgt für ständige Luftzirkulation. Und Solarkollektoren auf dem Dach übernehmen seitdem Zuheizung und etwa 60 Prozent der Warmwasserbereitung. Der Energiebedarf des Hauses liegt nunmehr bei nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Wertes - selbst der zulässige Sollwert nach Energieeinsparungs-Verordnung wird um 71 Prozent unterschritten. Beeindruckend ist vor allem das Klimaschutz-Ergebnis: Der Unterschied zwischen „Vorher“ und „Nachher“ macht pro Jahr 15 Tonnen CO2 aus.

Art der Anlage: Niedrigenergiehaus mit Solarthermie
Baujahr der Anlage: 1953/2006
Energiebedarf: 26 kWh/m² = 10 % der ursprünglichen Menge
Investitionssumme: ca. 400.000 EUR
Ansprechpartner: Rainer Backwinkel
Telefon: 0234 / 310 292
E-Mail: rainer.backwinkel@vbw-bochum.de

H. VBW-Haus Matthias-Claudius-Straße 25

Fassaden-Solaranlage, Matthias-Claudius-Straße 25

Sanieren, aber richtig: Als die halbstädtische Wohnungsgesellschaft VBW einen intensiven Blick auf ihr achtgeschossiges Wohnhaus in der Matthias-Claudius-Straße warf, war klar, dass eine kombinierte Maßnahme den größten Energieeinsparungs-Erfolg bringen würde. So wurden in der Folge sämtliche Fenster auf größtmögliche Wärmedämmungswerte umgerüstet. Zudem packte VBW das Haus nahe der A 40 rundum ein: Kellerdecke, Dach und Fassaden wurden bis zu 14 Zentimeter stark gedämmt. Sichtbarer Clou der Sanierung ist allerdings die 160 Quadratmeter große Fotovoltaik-Fassadenanlage - eine der seltenen ihrer Art in Bochum: Sie kommt auf eine Spitzenleistung von 19 kWp und produziert pro Jahr etwa 11.000 Kilowattstunden CO2-freien Sonnenstrom. VBW hat intern errechnet, dass die Sanierung und Aufrüstung des Gebäudes mit mindestens 9,5 Tonnen Klimagas-Ersparnis zu Buche schlägt - jedes Jahr neu.

Art der Anlage: PV-Fassadenanlage
Baujahr der Anlage: 2006
Installierte Leistung: 19,44 kWp
Erzeugte Strommenge/Jahr: ca. 11.000 kWh
Investitionssumme: k.A.
Ansprechpartner: Rainer Backwinkel
Telefon: 0234 / 310 292
E-Mail: rainer.backwinkel@vbw-bochum.de

I. Heizkraftwerk Hiltrop

Heizkraftwerk Hiltrop, In der Grume

Strom und Heizwärme in Kombination zu erzeugen, ist wirtschaftlicher und umweltfreundlicher als die getrennte Produktion. Nach dieser Erkenntnis arbeitet bereits seit September 1975 das Heizkraftwerk in Hiltrop. Im Normalbetrieb entsteht durch die saubere Verbrennung von Erdgas Hitze, die zunächst in einem 30-MW-Generator Strom erzeugt. Die etwa 500 Grad heißen Abgase treffen anschließend auf einen Abhitzekessel und werden über Dampferzeugung in Fernwärme für das Bochumer Innenstadt-Netz verwandelt. Bei der Betriebsführung steht die Deckung des Wärmebedarfes stets im Vordergrund. Es bedeutet, dass immer so viel Fernwärme erzeugt wird, wie es die Jahreszeit verlangt - entsprechend steigt und sinkt auch die Stromproduktion. Im Jahr 2009 betrug sie immerhin 56 Mio Kilowattstunden elektrischer Energie, das reichte, um 16.000 Familienhaushalte zu versorgen.
Durch die Kraft-Wärme-Kopplung und den Erdgasbetrieb sinkt der CO2-Ausstoß auf die Hälfte der Menge, die bei getrennter Erzeugung und Steinkohlefeuerung anfallen würde.

Art der Anlage: Heizkraftwerk
Baujahr der Anlage: 1975
Installierte Leistung: 30 MW
Erzeugte Strommenge/Jahr: 56 Mio. kWh
Investitionssumme: k.A.
Ansprechpartner: Stadtwerke Bochum
Telefon: 0234 / 960 - 0
E-Mail: pr@stadtwerke-bochum.de

 

Infos zum Ausdrucken und GPS-Daten