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Stadtwerke Bochum

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Wasserkreislauf

Wasserkreislauf

Es befindet sich in einem dauernden Kreislauf von Verdunstung, Niederschlag und Abfluss.
Wasser ist der Stoff, aus dem das Leben ist. Der Chemiker betrachtet es als eine Verbindung von zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Wasser ist kein endlicher Rohstoff, obwohl es richtig ist, dass Wasser nicht verbraucht werden kann. Denn das kostbare Nass ist nicht vermehrbar und beim Gebrauch von Wasser erhöht sich der Grad der Verschmutzung.
Als Wasserdampf steigt es zum Himmel und bildet Wolken. Als Niederschlag kehrt es zur Erde zurück und setzt seine Reise Richtung Meer fort. Das für den Menschen ungenießbare Salzwasser (beispielsweise der Nordsee) verdunstet und regnet als Süßwasser über dem Land ab. Dieser natürliche Wasserkreislauf hat große Bedeutung für unserer Versorgung mit Trinkwasser. Die Wassergewinnung nutzt diesen natürlichen Wasserkreislauf und gewinnt das Trinkwasser aus Grund-, Oberflächen- oder Quellwasser und gibt es an den Verbraucher weiter. Nach der Nutzung fließt das Wasser in die Kläranlage, gelangt gereinigt in die Flüsse. Der Kreislauf des Wassers geht weiter.

Natürlich setzt er sich auch im Alltag des Menschen fort. Hierbei lassen sich unterschiedliche Abläufe erkennen. Wie wir wissen, regnet es häufig in Deutschland. Auch wenn die meisten von uns lieber Sonnenschein haben, der Regen hat auch etwas Positives: Unsere Trinkwasserschätze werden immer wieder aufgefüllt.

Grundwassernutzung in Deutschland

Grundwassernutzung in Deutschland

Jeder braucht es, aber kaum jemand kennt es so genau. Dabei bildet Grundwasser ein wichtiges Glied des Wasserkreislaufes und ist Lebensgrundlage für Mensch und Natur. Grundwasserschutz ist Zukunftssicherung, aber man kann nur das schützen, was man kennt. Die vielfältigen Gefährdungen durch Industrie, Landwirtschaft und Verkehr sind ein wichtiges Thema, denn Grundwasser hat ein "langes Gedächtnis". Die Experten der Bochumer Stadtwerke arbeiten ständig an neuen Konzepten, um Grundwasser zu sanieren oder besser noch die Belastungen zu minimieren oder zu verhüten.

Jährlich können wir 182 Milliarden Kubikmeter Wasser nutzen, das sind 182.000.000.000.000 Liter. Tatsächlich verwenden Industrie, Landwirtschaft, Kraftwerke und öffentliche Wasserversorgung hiervon jedoch nur 47,1 Milliarden Kubikmeter, also 24 Prozent.

Die Zahlen belegen: In Deutschland gibt es keinen Wassermangel. Dennoch gibt es regionale Unterschiede in der natürlichen Ressourcenmenge. Hinzu kommt, dass nicht jedes Wasser aufgrund der natürlichen Bedingungen vor Ort (z.B. in Karstgebieten) unter vertretbaren Bedingungen gewonnen werden kann. In manchen Gebieten wird als Folge der Industrialisierung und hoher Siedlungsdichte mehr Wasser gebraucht, als natürlich vorhanden ist. Auch in diesen Gebieten gilt es, den Verbrauchern Trinkwasser kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Die öffentliche Trinkwasserversorgung stellt dies durch Regional- und Fernversorgungsleitungen sicher.

Lebensraum Wasser

Lebensraum Wasser

"Alles Leben kommt aus dem Wasser, sagt Thales von Milet, und ich glaube ihm." (Elke Oertgen)

Flüsse prägen seit Jahrhunderten Kultur und Lebensweise ihrer Anwohner, und im Gegenzug verändern die Menschen im Lauf der Geschichte die Natur dieser Flüsse. Heute können sie diese facettenreichen Flusslandschaften auch im Ruhrgebiet auf den zahlreichen Boots-, Rad- und Wanderwegen erleben...

Wie eine Perlenkette entstanden an den Ufern unserer Flüsse bereits vor der Jahrtausendwende blühende Städte und Märkte, Klöster und Wallfahrtsorte, entwickelte sich emsiger Handel. Viele Fließgewässer mussten in der Vergangenheit Siedlungen, Verkehrswegen und landwirtschaftlichen Nutzungen Platz machen. Der Hochwasserschutz und die hydroelektrische Energieerzeugung engten das Wasser als Lebensraum ein. Auch das Grundwasser wurde zunehmend eingegrenzt, übernutzt und gefährdet. Der Gewässerschutz will dieser Entwicklung Einhalt gebieten und gleichzeitig Wasserversorgung, Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung in ihrer bisherigen Funktionstüchtigkeit erhalten; er will die Qualität der Gewässer als Lebensraum und als strukturierendes Landschaftselement bewahren und - falls notwendig - wiederherstellen.

Der Erfolg bisheriger Gewässerschutzmaßnahmen zeigt sich in unseren Flüssen und Seen, deren Wasser heute wieder weitgehend sauber ist. Die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm ist prozentual weiterhin leicht rückläufig. Die anfallenden Abwasser- und Schlammengen nehmen aber kaum mehr zu. Die Qualität des Abwassers liegt im Bereich der Vorjahre. Das Wasser "als Lebensraum" und natürlich auch als Lebensgrundlage für Fische, Kleinstlebewesen, Algen, aber auch für alle Flora und Fauna am Gewässerrand, hat in der heutigen Zeit eine wesentliche Wertschätzung erhalten.

Das gereinigte Abwasser wird dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Die Wasserversorger und Abwasserentsorger haben in Deutschland in den vergangenen Jahren viel für den Gewässerschutz getan. Die Kommunen haben Kläranlagen gebaut oder ausgebaut, und die Abwässer werden heute wesentlich gründlicher gereinigt, als noch vor wenigen Jahren. Mit dem Ergebnis dass sich die Wasserqualität in vielen Seen und Flüssen in Deutschland deutlich verbessert hat. "Baden erlaubt" gilt wieder für viele Gewässer, die noch vor Jahren als gesundheitlich bedenklich eingestuft wurden. Selbstverständlich gibt es heute moderne Verfahren, um unerwünschte Stoffe aus dem Wasser zu entfernen. Doch die Wasserversorger verstehen sich nicht als "Reparaturwerkstatt" mit immer mehr kostenintensiver Aufbereitungstechnik, sondern wollen auch zukünftig möglichst natürliches Trinkwasser kostengünstig an Kunden abgeben. Deshalb setzen sich die Wasserversorgungsunternehmen für eine konsequente Anwendung des Verursacherprinzipes ein: Wer Wasser verschmutzt, soll auch für dessen Reinigung verantwortlich sein.

Unbefriedigend ist an manchen Stellen nach wie vor die Situation bei der Nitratbelastung des Grundwassers. Doch auch hier hat ein Umdenkungsprozess stattgefunden. Zahlreiche Wasserversorgungsunternehmen und Landwirte haben sich in Arbeitskreisen organisiert, um die Nitratbelastung des Grundwassers durch die Landwirtschaft zu senken – zum Teil mit sehr großem Erfolg. Auch in den nächsten Jahren wird dieses Vorsorgeprinzip der Wasserversorgungsunternehmen von großer Bedeutung sein. Denn was nicht in die Gewässer gelangt, muss auch nicht aufwändig aus ihnen entfernt werden. Jeder von uns ist dazu verpflichtet, hierfür seinen Beitrag zu leisten. Jeder Einzelne von uns kann die Arbeit der Kläranlagen erleichtern und einen aktiven Beitrag zum Gewässerschutz leisten, indem er beispielsweise auf aggressive Reinigungsmittel verzichtet, Farben, Lacke und Pinselreiniger nicht mit dem Abwasser entsorgt und die Toilette nicht als Abfalleimer missbraucht.