• Unterwegs im Radgebiet
    Die Region auf dem Zweirad entdecken

Warum in die Ferne schweifen? Auch unser Revier hat eine Menge zu bieten – gerade für Fahrradfahrer. Gemeinsam mit einem Tour- Experten haben wir die schönsten Ziele in der Region für Sie zusammengestellt. Und wir verraten Ihnen, wie Sie mit dem Pedelec immer entspannt unterwegs sind.

Wer im Ruhrgebiet aufs Rad steigt, lernt die Region noch einmal von einer ganz neuen Seite kennen. „Man hat einen völlig anderen Blick. Erst im Sattel merken viele Leute, wie grün die Gegend hier ist“, sagt Jochen Schlutius. Der passionierte Fahrradfahrer ist bei der Ruhr Tourismus GmbH für das radrevier.ruhr zuständig – er weiß also, wovon er spricht. Tatsächlich hat sich das Ruhrgebiet in den vergangenen Jahren zunehmend zum Radgebiet gemausert. Zahlreiche gut ausgebaute Fahrradwege wie der RuhrtalRadweg bewegen immer mehr Menschen dazu, eine der vielleicht wandlungsfähigsten Regionen Deutschlands mit dem Rad zu erkunden.

Ob Tagesausflug oder Wochenendtour: Fast auf jeder Strecke gibt es dabei viele kleine und große Schätze am Wegesrand zu entdecken. „Die gewaltige Industriekultur macht die Umgebung natürlich einzigartig. Dazu gehört auch das dichte Netz von Bahn-trassenradwegen, die abseits des Straßenverkehrs zu den Besucher-Highlights führen“, sagt Schlutius. „Kaum eine andere Region bietet so viele Sehenswürdigkeiten, die man so gut mit dem Fahrrad erkunden kann! “ Das ausgeschilderte Knotenpunktnetz hilft bei der Orientierung. Es lotst Freizeitradler auf oft flachen Strecken zu den interessantesten Zielen der Region.

 »in kaum einer anderen Region kann man so viele Sehenswürdigkeiten mit dem FahrRad erkunden.«

 JOCHEN SCHLUTIUS

Projektverantwortlicher radrevier.ruhr

Jochen Schlutius von Ruhr Tourismus (Foto: Sascha Kreklau)
Der Touren-Experte
Jochen Schlutius erkundet das Ruhrgebiet am liebsten mit dem Pedelec. Als Projektleiter von radrevier.ruhr ist der Essener bei der Ruhr Tourismus GmbH für alle Themen rund ums Fahrradfahren verantwortlich – und kennt die schönsten Touren. Sein Tipp für ein „Päusken“: „Holgers Erzbahnbude auf der Erzbahntrasse – ein absoluter Kulttreff.“

 

Doch warum nicht auch mal einen Anstieg wagen? „Bei rein ebenerdigen Touren verpasst man die Ausblicke von den Halden oder von den Ruhrhöhen. Ein E-Bike erweitert hier die Möglichkeiten: Anhöhen können leichter erklommen werden, und auch längere Strecken lassen sich entspannter bewältigen“, betont Schlutius. „So wird das Erlebnis noch viel schöner.“ Also: Schwingen Sie sich aufs Pedelec und erkunden Sie mit uns das Ruhrgebiet! Denn das Gute liegt oft näher, als man denkt.

 

Sauber durchs Revier

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Touren-Tipps fürs Revier

Lust auf eine Entdeckungstour? Diese Ziele empfiehlt unser Experte für Ihre nächste Radtour quer durchs Mittlere Ruhrgebiet:

Tipps für Radtouren in der Region (Foto: Sascha Kreklau)
#1 Schöne Aussicht vom Berger-Denkmal
Mitten im Naherholungsgebiet Hohenstein, am Rand des Ardeygebirges, thront das Berger-Denkmal. Der Monumentalbau aus Ruhrsandstein erinnert an den gleichnamigen Wittener Industriellen. Ausflügler kommen vor allem wegen der tollen Aussicht her: Von hier oben eröffnet sich ein einmaliger Blick auf das blaue Band der Ruhr. Dafür lohnt sich die steile Anfahrt allemal! – Wetterstraße, Witten
Tipps für Radtouren in der Region: Schloss Strünkede
#2 Fürstliches Schloss Strünkede
Das Ruhrgebiet hat nicht nur Industriebauwerke zu bieten. Auch viele Burgen und Schlösser gibt es zu entdecken. Eines der schönsten ist das Wasserschloss Strünkede: Wer hier vom Sattel steigt, kann durch den barocken Garten wandeln oder das Schloss von innen erkunden. Das in seinen Mauern beheimatete Emschertal-Museum erzählt die Geschichte der Stadt Herne und der Region. – Karl-Brandt-Weg 5, Herne
Springorum-Weg (Foto: Ruhr Tourismus)
#3 Trassenradeln auf dem Springorum-Weg
Wo einst Züge fuhren, lässt es sich heute hervorragend radeln: Viele alte Bahntrassen des Ruhrgebiets sind inzwischen zu Fahrradwegen umgebaut worden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tour über die Springorum-Trasse? Sie verbindet die Bochumer Innenstadt mit dem Ruhrtal im Süden. Infotafeln entlang der Strecke versorgen Sie mit historischem Wissen rund um die frühen Zechen im Revier. – Einstieg zum Beispiel am Glockengarten, Bochum
Westerholt (Foto: Ruhr Tourismus)
#4 Fachwerk-Idylle in Westerholt
Nein, das hier ist nicht Rothenburg ob der Tauber. Doch das alte Dorf Westerholt wird oft damit verglichen. Kein Wunder: Die denkmalgeschützte Siedlung rund um das klassizistische Schloss Westerholt und die Kirche St. Martinus könnte malerischer kaum sein. So viele gut restaurierte Fachwerkhäuser auf einem Fleck sieht man selten im Revier. – Schlossstraße, Westerholt (Herten)
#5 Industriekultur 
auf der Henrichshütte
Die Henrichshütte in Hattingen bietet sich als Ziel einer Fahrradtour ganz besonders an. Denn das Industriedenkmal befindet sich direkt am RuhrtalRadweg. Große und kleine Besucher erfahren hier einiges über die Eisenproduktion von damals – und können den ältesten noch erhaltenen Hochofen des Ruhrgebiets erklimmen. 55 Meter geht es dabei in die Höhe! – Werksstraße 31 – 33, Hattingen
Halde Pluto (Foto: Dennis Stratmann)
#6 Gipfelglück auf der Halde Pluto
Sie sind die Berge des Reviers: Aufgeschüttet aus Bergbauschutt locken Halden heute als Erlebnisareale und Aussichtsplateaus. Von der am Radweg Erzbahntrasse gelegenen Halde Pluto können Gipfelstürmer bei klarer Sicht bis zum Essener Rathaus schauen. Naturliebhaber erfreuen sich am Anblick seltener Insekten und Pflanzen, die auf dem als Biotop geschützten Gelände zu Hause sind. – Wilhelmstraße, Herne
Kulturkanal Herne (Foto: Stefan Schejock)
#7 Kunst erfahren 
am Kanal
Vor zehn Jahren war das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt – ein Ereignis, das bis heute Spuren hinterlassen hat. Zum Beispiel entlang des Rhein-Herne-Kanals: Dort und an der parallel verlaufenden Emscher können Radler von Kunstwerk zu Kunstwerk fahren. Eins steht sogar mitten im Kanal – aber sehen Sie selbst! – Rhein-Herne-Kanal
Berne Park (Foto: Ruhr Tourismus)
#8 Berne Park
Wo früher Abwässer geklärt wurden, befindet sich heute ein außergewöhnlicher Park. Sogar übernachten können Sie hier: in Betonröhren. – Ebelstraße 25a, Bottrop
Zeche Waltrop (Foto: Ruhr Tourismus)
#9 Zeche Waltrop
Die Zeche Waltrop hat das größte zusammenhängende Hallenensemble des Reviers zu bieten – neben der Zeche Zollverein. – Sydowstraße, Waltrop
Henriette-
Davidis-Museum (Foto: Ruhr Tourismus)
#10 Henriette-Davidis-Museum
Kulinarik mal anders: In diesem Museum begeben Sie sich auf die Spuren der berühmten Kochbuchautorin aus dem Revier. – Elbscheweg 1, Wetter
Phaenomania Erfahrungsfeld (Foto: Volker Hartmann)
#11 Phänomania
Ausprobieren ausdrücklich erwünscht: Im Phänomania Erfahrungsfeld werden physikalische Phänomene im wahrsten Sinne des Wortes erlebbar. – Am Handwerkerpark 8  – 10, Essen
Castrop Rauxel Zeche Erin (Foto: Ruhr Tourismus)
#12 Zeche Erin
Nicht nur Bochum und Essen haben schöne Fördertürme, wie ein Stopp bei der Zeche Erin in Castrop-Rauxel beweist. – Erinstraße 7, Castrop-Rauxel
Kleines Museum Buer (Foto: Ruhr Tourismus)
#13 Bergbaugeschichte im Kleinen Museum
Auf engem Raum wird ein Stück Bergbaugeschichte lebendig: Das „Kleine Museum“ im Gelsenkirchener Stadtteil Buer erinnert an den Alltag der Bergleute, die früher in der nahegelegenen Zeche Hugo schufteten. Die Sammlung aus Exponaten vermittelt dabei einen guten Eindruck davon, was die Arbeit unter Tage und das Leben in der Bergbausiedlung ausmachten – da darf natürlich auch der Fußball nicht fehlen. – Eschweilerstraße 47, Gelsenkirchen
Angeln am Herner Meer (Foto: Stadt Herne/ Frank Dieper)
#14 Urlaubsgefühle am Herner Meer
Dort, wo der Rhein-Herne-Kanal breit wird wie ein See, kommen schnell Urlaubsgefühle auf. Wer seine Radtour entlang des Kanals hier unterbricht, kann Wasservögel beobachten oder die Boote im Yachthafen bestaunen, mit Anglern ins Gespräch kommen oder einfach ein bisschen die Seele baumeln lassen. Willkommen an der Ruhrpott-Riviera! – Gneisenausstraße, Herne
Zeche: Schlägel & Eisen (Foto: Ruhr Tourismus)
#15 Rarität auf Schlägel & Eisen
Fördertürme gehören zu den typischen Landmarken des Reviers. Auch die Zeche Schlägel & Eisen ist daran schon von Weitem zu erkennen. 64 Meter hoch ragt das Fördergerüst über Schacht 4 in die Höhe – eine Konstruktion mit Seltenheitswert. Denn sie ist mit einer sogenannten Fünfseilförderung ausgestattet. Von dieser späten Bauart gibt es nur wenige gut erhaltene Vertreter im Ruhrgebiet. – Glückauf-Ring 35-37, Herten
Zeche Teutoburgia (Foto: Bildarchiv Stadt Herne)
#16 Im Kunstwald auf der Zeche Teutoburgia
Hier trifft Industrie auf Kunst und Natur: Auf dem Gelände der alten Zeche Teutoburgia kann man heute durch einen Kunstwald wandeln. Begrünte Figuren, ein Duft- und ein Klanggarten sowie viele weitere Installationen im Grünen laden zum Entdeckungsspaziergang ein. Ein Highlight ist der nachts beleuchtete Förderturm aus dem Jahr 1908. – Schadeburgstrasse 12a, Herne
Gartenstadt Welheim (Foto: Pressestelle Bottrop)
#17 Gartenstadtflair in Welheim
Welheim zählt zu den größten Zechensiedlungen im Ruhrgebiet. Errichtet in der Zeit von 1914 bis 1923, gehört sie heute zur Route der Industriekultur und ist ein typisches Beispiel für eine Siedlung nach dem Vorbild der englischen Gartenstadt: mit schmucker Architektur, geschwungenen Wegen und Alleen sowie großzügig angelegten Grünflächen. – Welheimer Straße, Bottrop
Deutsches Bergbau Museum (Foto: Deutsches Bergbau-Museum/ Karlheinz Jardner)
#18 Unter Tage im Deutschen Bergbau-Museum
Hier geht es nicht nur um Kohle, sondern auch um Salz, Gold und andere Rohstoffe: Das Deutsche Bergbau-Museum zeigt die vielfältigen Facetten des Bergbaus und gehört zu den Museumshighlights der Region. Besonders beeindruckend ist das Anschauungsbergwerk, in das Besucher via Seilfahrtsimulator einfahren. Vom größten Exponat, dem Fördergerüst der ehemaligen Zeche Germania, reicht der Blick weit über das Revier. – Am Bergbaumuseum 28, Bochum

Elektrisch auf Tour

Fahrräder mit Elektromotor sind gefragt wie nie. Wir haben nützliche Tipps zu Anschaffung, richtigem Laden und entspannten Touren mit dem Pedelec für Sie.

Clever gespart

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Diensträder an. Eine günstige Gelegenheit, an ein Pedelec zu kommen – und als Arbeitgeber können Sie die Kosten wie beim Dienstwagen von der Steuer absetzen!

Eine Frage des Tempos

Pedelecs unterstützen Radler bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h beim Treten. Danach schaltet sich der Motor ab. Schneller geht’s mit S-Pedelecs voran: Die fahren bis zu 45 km/h, gelten aber als Kleinkrafträder und dürfen nur auf der Straße fahren. Ein Führerschein der Klasse AM, ein Kennzeichen sowie ein Helm sind Pflicht.

Wie weit noch?

Die angegebene Reichweite ist nur ein Richtwert: Wie weit Sie mit Ihrem Pedelec wirklich kommen, hängt von Faktoren wie dem Fahrtempo, dem gewählten Unterstützungsmodus und dem Gelände ab. Wer eine ausgedehnte Tour unternimmt, sollte die Akku-Anzeige also im Blick behalten – und gegebenenfalls Ladepausen einplanen.

Richtig laden

In den meisten Pedelecs stecken Lithium-Ionen-Akkus. Ihre Lebensdauer ist am längsten, wenn sie stets zwischen 20 und 80 Prozent geladen sind. Sie sollten sie daher nie ganz leerfahren oder nach nur kurzer Nutzung wieder laden. Wenn Sie längere Zeit nicht fahren, bauen Sie den Akku am besten aus und lagern ihn bei 70 bis 80 Prozent Ladung ein.

 

Auf Probefahrt

Sie haben sich ausführlich beraten lassen und schon einige Pedelec-Modelle ins Auge gefasst? Dann unternehmen Sie eine Probefahrt! Nur so merken Sie, wie sich die unterschiedlichen Räder fahren, wie laut ihr Motor surrt und wie hoch der Tretwiderstand ohne elektrische Unterstützung ist.

Energie für Ihre Tour
An diesen Stationen, die die Stadtwerke Bochum, Herne und Witten im Mittleren Ruhrgebiet errichtet haben, können Sie Ihren Pedelec-Akku laden (zum Vergrößern klicken).

Digitaler Wegefinder

Der Radtourenplaner für das Radrevier Ruhr lotst Sie zu Sehenswürdigkeiten und liefert Inspiration für abwechslungsreiche Touren. Im Tourenplaner ist das Wegenetz des Knotenpunktsystems Ruhr eingepflegt. Punkt für Punkt können Sie sich so eine eigene Route zusammenstellen oder gespeicherte Thementouren abfahren. Das Angebot gibt es als Desktop-Version und als App fürs Smartphone. Gute Fahrt!

zum Radtourenplaner

Erschienen im Geschäftskundenmagazin ener.go 2/20

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