10.04.2026
Absatz-Rekord trotz Diskussion um ein neues Heizungsgesetz: 2025 stellten Wärmepumpen erstmals knapp die Hälfte aller in Deutschland verkauften Heizgeräte. Was dahinter steckt und warum sie sich auf Dauer mehr rechnen als Gasheizungen.
Foto oben: Nancy Pauwels/Shutterstock.com
Knapp 300.000 Wärmepumpen mehr sorgen seit 2025 in Deutschland für nachhaltige Wärme. Das ist ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und macht die Wärmepumpe zum meist verkauften Wärmeerzeuger. Und dies, obwohl klar war, dass die Politik die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes lockern und den Einbau neuer fossiler Heizungen zulassen will.
Der Boom hat zum einen mit der verbesserten Technik der Wärmepumpen zu tun: Die Geräte sind längst nicht mehr nur eine Lösung für Neubauten. Rund 80 Prozent von ihnen werden mittlerweile im Gebäudebestand installiert. Die Erhebung eines großen Messdienstleisters zeigt, dass sich ein großer Teil dieser Gebäude sogar ohne umfangreiche energetische Sanierung mit Wärmepumpen beheizen lässt. Bei Mehrfamilienhäusern sind es beispielsweise 50 Prozent. Werden Heizkörper ausgetauscht, steigt der Anteil sogar auf 90 Prozent.
Zugleich sprechen die langfristigen Betriebskosten für die Wärmepumpe. Denn sie spielen beim Heizen eine immer größere Rolle. Zwar möchte das Gebäudemodernisierungsgesetz, das Mitte 2026 vorliegen soll, den Betrieb von Gas- und Ölheizungen mit fossilen Brennstoffen bis 2045 erlauben. Allerdings will es diese Brennstoffe schrittweise durch teurere, klimafreundliche Alternativen wie Biogas oder Wasserstoff ersetzen. Schon ab 2029 ist eine erste Beimischung von mindestens zehn Prozent vorgesehen. Spätestens 2045 müssen die Heizungen dann zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umgestellt sein. In der Zwischenzeit steigt der CO2-Preis für fossile Energieträger immer weiter an. Überdies können geopolitische Entwicklungen die Heizkosten und die Versorgungssicherheit beeinflussen. Das hat die angespannte Marktlage infolge des Irankriegs erneut eindrücklich gezeigt.
Tobias Höll vom Vertrieb Privat- und Gewerbekundenlösungen der Stadtwerke Bochum rät daher, auch dies beim Kauf einer neuen Heizung zu berücksichtigen. Eine Gasheizung sei zwar in der Anschaffung günstiger als eine Wärmepumpe. „Ihre Betriebskosten liegen aber bald deutlich höher als die von Wärmepumpen“, so Höll, „und zwar dauerhaft.“
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Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, kann ihre Kaufkosten zudem durch staatliche Zuschüsse senken: Förderungen stehen sowohl für Wohn- als auch für Nichtwohngebäude bereit.
So bietet die Wärmepumpe gleich mehrere Vorteile:
Zurzeit stehen nur erste Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Dennoch wird vor diesem Hintergrund die Heizungswahl zur strategischen Weichenstellung, so Tobias Höll: „Setzen Sie auf einen kurzfristig günstigen Einstieg – oder auf eine langfristig zukunftssichere Lösung?“ Der Experte und seine Kollegen unterstützen Sie gern, die passende Wärmelösung für Ihr Gebäude zu finden. Maßgeschneidert und mit Blick auf die Erfordernisse von morgen.
Ihre Ansprechpartner:
Tobias Höll
Tel.: 0234 960-3071
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