10.04.2026
Die Tage mit großer Hitze nehmen zu. Viele ältere Gewerbegebäude sind darauf noch nicht ausreichend vorbereitet. Klimasplitgeräte bieten eine Möglichkeit, sie ohne großen baulichen Aufwand zu kühlen – und zu beheizen.
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Klar, fast jeder ist bei der Arbeit schon mal ins Schwitzen gekommen. Doch wenn die Luft tagelang vor Hitze flirrt und selbst Büros lähmend heiß werden, entwickelt sich das zum echten Problem: Je wärmer es ist, desto weniger leistungsfähig werden Menschen. Und sommerliche Hitzephasen kommen immer häufiger vor.
Eine Klimaanlage kann dafür sorgen, dass zumindest im Gebäude die Quecksilbersäule nicht zu hoch steigt. Angenehme Temperaturen sind nämlich nicht nur eine Gefälligkeit des Arbeitgebers. Sie sind ein gesetzliches „Muss“: Spätestens bei 30 Grad ist er verpflichtet, für Abkühlung zu sorgen.
„Klimasplitgeräte lassen sich ganz unkompliziert nachträgliuch einbauen“, sagt Projektingenieur Til Stricker.
Foto: Stadtwerke Bochum
Aber ist es nicht aufwändig, bestehende Gewerbegebäude nachträglich mit Klimaanlagen auszustatten? „Nicht mit Klimasplitgeräten. Die lassen sich ganz unkompliziert nachträglich einbauen“, erklärt Til Stricker, Projektingenieur für Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Bochum. Diese Geräte sind kleine Wärmepumpen, die Luft von außen ansaugen und abgekühlt im Raum verteilen. Dafür ist lediglich eine kleine Außen- und Inneneinheit nötig. Klimasplitanlagen sind heute sehr effizient und verbrauchen deutlich weniger Strom als früher.
Wichtig ist: Nicht jede Technik passt zu jedem Gebäude. „Eine sorgfältige Planung ist entscheidend. Raumgröße, Nutzung, bauliche Gegebenheiten und energetischer Zustand spielen eine zentrale Rolle“, so Stricker. Mit seinem Team berät er dazu gerne und organisiert später auch den Einbau der Anlage.
Für einen unkomplizierten Einsatz in Bestandsgebäuden eignen sich diese Systeme:
Split-Klimaanlage
Multisplit-Systeme
Mobile Klimaanlagen
Besonders wirtschaftlich arbeiten Klimasplitgeräte in Kombination mit Photovoltaikanlagen. Denn hier ergänzen sich zwei Systeme ideal: Wenn die Sonne am stärksten scheint und die Solarmodule besonders viel Strom erzeugen, ist auch der Kühlbedarf am höchsten. „So können Unternehmen, die eine PV-Anlage besitzen, im Sommer die Stromüberschüsse für die Raumkühlung nutzen“, sagt Stricker. Eine Rechnung, die sich lohnt.
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Ein Klimasplitgerät punktet aber auch in der kühleren Jahreszeit: Es kann Luft nämlich nicht nur kühlen, sondern auch erwärmen. Dadurch lässt sich mit ihm sogar ein bestehendes fossiles Heizsystem klimafreundlich ergänzen: Als Hybridlösung mit einer Gas- oder Ölheizung übernimmt es die Heizarbeit bei milderen Temperaturen, speziell im Frühling und Herbst. Die klassische Heizung springt nur an sehr kalten Tagen ein. Das spart Energie, senkt Kosten und den CO2-Ausstoß.
Die Investition in ein Klimasplitgerät im Bestand amortisiert sich vor allem in Kombination mit einer PV-Anlage oft schneller als erwartet. Unter bestimmten Bedingungen fließen außerdem auch staatliche Fördermittel. Darüber hinaus halten die Stadtwerke Bochum ein attraktives, flexibles Angebots-Modell bereit: Sowohl Klimasplitgeräte als auch Solaranlagen lassen sich bei ihnen nicht nur kaufen, sondern auch pachten. Entweder einzeln oder als kombinierte Lösung. So haben Sie keine Einstiegskosten – und sorgen dennoch in heißen Sommern für kühle Köpfe.
Ihre Ansprechpartner:
Til Stricker
Tel.: 0234 960-3663
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